"Das war ein Wechselbad der Gefühle", meinte Offensivspieler Martin Harnik angesichts der extremen Temperaturunterschiede in Südspanien. "Bei unserer Ankunft war es unglaublich warm, das waren fast tropische Bedingungen. Jetzt zum Ende ist es dann richtig kühl geworden. Wir haben uns also schon ein bisschen auf das Wiener Wetter vorbereitet", erklärte der Legionär des VfB Stuttgart vor dem Testmatch am Dienstag in Wien gegen die USA.
Einziger Wermutstropfen der Tage in Spanien war für Koller die Tatsache, dass mit Zlatko Junuzovic, Sebastian Prödl oder Andreas Ivanschitz einige Akteure verletzungs- bzw. krankheitsbedingt nicht das volle Programm mitmachen konnten (siehe Infobox).
Koller verpasste Team "zweites Gesicht"
Koller hat das Trainingslager vor allem für intensives Taktiktraining genützt und dem Team ein "zweites Gesicht" verpasst. Neben dem in seiner Ära zu einem Markenzeichen gewordenen Offensivpressing will der 53-Jährige mit seiner Truppe dadurch taktisch variabler werden. Dabei gehe es vor allem darum, sich zum Beispiel im Falle einer Führung defensiv taktisch klüger zu verhalten und zu verteidigen.
"Wir versuchen, neben dem Offensivpressing noch eine zweite Sache mit dabeizuhaben. Wir haben geübt, tiefer zu stehen, aber nicht weniger aggressiv. Wenn man etwa in Führung ist, lässt man sich tiefer fallen und führt dann mit viel Schnelligkeit die Gegenangriffe aus", erklärte Koller.
Harnik: "Erfolgreicher Ausflug"
Auch für Harnik war es vor allem aus taktischer Sicht "ein sehr guter und erfolgreicher Ausflug". "Wir konnten hier taktisch sehr gut arbeiten. Wir haben einige Defizite aufgearbeitet, die wir in der Quali gezeigt haben", meinte Harnik, der die wichtigsten Erkenntnisse des Spanien-Trips so zusammenfasste: "Das Gegenpressing war weiter ein wichtiger Punkt. Wir marschieren nach dem Ballverlust voll drauf. Aber es ist genauso wichtig, dass wir in der Defensivarbeit gut in die Ordnung zurückkehren und die richtigen Positionen einnehmen. Nur blind zurücklaufen hat nämlich keinen Wert."
Auftreten der Neuligen "sehr positiv"
Mit dem Auftreten der Neulinge wie Lukas Hinterseer, Martin Hinteregger oder Kevin Wimmer war Koller ebenfalls sehr zufrieden. "Die Eindrücke waren sehr positiv. Wichtig ist jetzt, dass sie nicht abheben, sondern ihren Weg weitergehen und ihre Arbeit konsequent verrichten. Dann wird über kurz oder lang kein Weg an ihnen vorbeiführen", erklärte Koller.









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