Sieben Prozent minus

Börsen-Euphorie um Twitter legt sich langsam

Wirtschaft
09.11.2013 11:05
Die Euphorie um die Aktie des Online-Kurzmitteilungsdienstes Twitter hat sich am zweiten Handelstag gelegt. Nach dem Kurssprung zum Börsendebüt schwächelte die Twitter-Aktie am Freitag am New Yorker Handelsplatz NYSE und sackte um sieben Prozent auf 41,64 Dollar (31,16 Euro) ab. Die Wertpapiere notierten damit aber weiter deutlich über dem Ausgabepreis von 26 Dollar.

"Es war ein bisschen wie ein Kater" nach der Börsenparty vom Vortag, sagte Jon Ogg von der Finanzwebseite 24/7 Wall Street. Die Twitter-Aktie hatte am Donnerstag um mehr als 70 Prozent zugelegt und bei 44,90 Dollar geschlossen. Das vor sieben Jahren gegründete Unternehmen war an der Börse auf einen Schlag rund 25 Milliarden Dollar (knapp 19 Milliarden Euro) wert.

Wie viele Internetfirmen ist Twitter bei den Einnahmen stark von Anzeigenerlösen abhängig. Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres auf 422 Millionen Dollar - mehr als doppelt so viel wie im gleichen Zeitraum 2012. Unter dem Strich stand bei Twitter von Januar bis September 2013 aber ein Verlust von 134 Millionen Dollar.

Twitter muss in Gewinnzone kommen
Finanzmarktexperten sehen die hohe Bewertung kritisch, weil das junge Unternehmen bisher rote Zahlen schreibt. In den nächsten ein bis zwei Jahren müsse Twitter in die Gewinnzone kommen, sagte Trip Chowdhry von der Marktforschungsfirma Global Equities Research. Um das soziale Netzwerk drohe eine "Aktienblase" zu entstehen.

Twitter verkaufte am Donnerstag zunächst 70 Millionen Anteilsscheine und sammelte bei dem Aktien-Ausgabepreis von 26 Dollar insgesamt 1,82 Milliarden Dollar ein. Die mit dem Börsengang betrauten Banken haben das Recht, bei entsprechender Nachfrage binnen 30 Tagen 10,5 Millionen weitere Aktien des in San Francisco ansässigen Unternehmens an den Markt zu bringen.

Börsengang kleiner als bei Facebook
Die Neuemission war der größte Börsengang in der Technologiebranche seit dem von Facebook im Mai 2012. Twitters Börsendebüt fiel allerdings um einiges kleiner aus als bei Facebook, das 16 Milliarden Dollar eingesammelt hatte.

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