Einen derart großen Tumor bei einem Kleinkind hatten die Ärzte am LKH Graz bisher noch nie zu entfernen. Hinzu kam die zentrale Lage der Geschwulst: "Man kann sich die beiden Leberlappen eines Menschen wie ein Buch vorstellen. In diesem Fall war das Buch weit geöffnet und der Tumor dazwischen", beschrieben die Spezialisten den Tumor. Die zwar gutartige, aber schnell wachsende Geschwulst in Hanas Bauch schaltete durch seine Größe nach und nach die Funktionen der verbliebenen Leber aus - es bestand Lebensgefahr.
Alle Organe durch Tumor verlagert
Aufgefallen war der 29-jährigen Mutter aus Kärnten im September zuerst nur der dicke Bauch. Rasch stellte sich heraus, dass sich der Tumor schon weit ausgebreitet hatte und alle anderen Organe verlagerte sowie Platz wegnahm.
In Graz stellten die Ärzte bei 3D-Darstellungen fest, dass von den beiden Leberlappen nur noch zehn beziehungsweise acht Prozent übrig waren. Das Geschwür wog beinahe ein Achtel des Körpergewichts von Hana. Bei der notwendigen OP bestand jedoch die Gefahr, dass zentrale Gefäße beschädigt werden und andererseits zu wenig Leber für eine gesunde Entwicklung des Kindes übrig bleiben könnte.
"Exzellente" Prognosen für Hana nach Operation
Anfang Oktober war es dann so weit und die schwierige Operation gelang. "In der Literatur gibt es nur etwa zehn ähnliche Fälle, wobei die Sterberate bei 60 Prozent lag", sagte Urban.
Ein Monat ist nun seit dem Eingriff vergangen und die Prognosen seien "exzellent": Hana sei nun ein gesundes Kind, waren sich die Mediziner einig. Drei Wochen lang war das Mädchen auf der Intensivstation: "Mein Mann und ich konnten nicht schlafen. Wir wollen nun nur noch nach Hause. Wir sind den Ärzten so dankbar", meinte die Mutter.
Hana, die kurz vor ihrer Entlassung steht, soll ein normales Leben führen können: "Die Leber wächst nach und sie wird keine Medikamente nehmen müssen", zeigten sich die Ärzte zuversichtlich.











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