Taliban-Chef getötet

Pakistan sieht “Angriff auf Friedensprozess”

Ausland
03.11.2013 12:28
Nach dem US-Drohnenangriff auf den Chef der pakistanischen Taliban (TTP) hat die Regierung in Islamabad schwere Vorwürfe gegen Washington erhoben. "Wir wertet diesen Drohnenangriff nicht als einen Angriff gegen ein Individuum, sondern als einen Angriff auf den Friedensprozess", sagte Innenminister Chaudhry Nisar Ali Khan am Samstag. Aus Protest wurde der US-Botschafter ins Außenministerium zitiert. TTP-Chef Hakimullah Mehsud war am Freitag bei dem Angriff getötet worden.

Zu dem Angriff (siehe Infobox) war es unmittelbar vor dem geplanten Beginn von Friedensgesprächen der Regierung mit den TTP gekommen. Khan kritisierte, auf der einen Seite sprächen sich die USA für einen Friedensprozess aus, und "auf der anderen Seite töten sie den Anführer der Gruppe, mit dem wir diese Diskussion führen sollen". Der sichtlich aufgebrachte Minister sagte weiter: "Ich befürchte, die Amerikaner müssen viel darüber lernen, was in diesem Teil der Welt geschieht."

Der Tod Mehsuds stürzte die Taliban unterdessen in eine Führungskrise. Ein Rat der TTP ernannte am Samstag zunächst Mehsuds bisherigen Stellvertreter Khan Said Sajna zu dessen Nachfolger. Einige Gruppen akzeptierten diesen Beschluss aber nicht, und so wurde am Sonntag ein Übergangschef ernannt. Der oberste Leiter der TTP, Asmatullah Shaheen Bhittani, hat den Posten nun inne.

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