Pakistan

¿Im Erdbebengebiet erfrieren die Leute!¿

Oberösterreich
14.11.2005 19:36
Leuten helfen, wo die Not am größten ist! Das motiviert Klaus Egger aus Seewalchen, einen Monat ehrenamtlich fürs Rote Kreuz im pakistanischen Erdbebengebiet zu arbeiten. Jetzt setzt dort der Winter ein und Tausende Kinder und alte Menschen drohen zu erfrieren, berichtet der 23-Jährige im „Krone“-Interview.

„Hinter mir weinte eine Frau. Es war eine Mutter, die ihr totes Kind beklagte. Es war mir klar, dass sie es heute verloren hatte. Unklar war mir, ob das Beben schuld war, oder ob es die Kälte der Nacht nicht überlebt hatte“, schreibt Helfer Klaus Egger (23) ins Einsatztagebuch auf der Homepage des Roten Kreuzes.

Während er sich nach einem langen Arbeitstag, an dem er mit einem internationalen Team Tausende Liter Trinkwasser hergestellt hatte, in seinen Schlafsack kuschelt, weiß er: „Rund um mich werden heute wieder Menschen erfrieren.“

Mittwoch Heimkehr in die „heile Welt“
In der Stadt Balakot, die durch das Beben zu 100 Prozent zerstört wurde und wo 10.000 Menschen  - darunter 3200 Kinder - getötet wurden, zieht der Winter ein. „Die Leute brauchen Zelte und Decken, damit sie überleben können“, appelliert Egger zu helfen, um diese „leise Katastrophe nach dem Beben zu lindern.“ Der junge Maschinenbau-Techniker wurde für seinen Hilfseinsatz vom Arbeitgeber, der Lenzing Technik AG, freigestellt. Morgen, Mittwoch, kehrt Egger von seinem Pakistan-Einsatz heim. Den jungen Seewalchener zieht es aber schon bald wieder in die Ferne. Als ausgebildeter Hubschrauberpilot wird er in Amerika als Fluglehrer arbeiten. Mit vielen dramatischen, aber auch schönen Eindrücken im Gepäck freut er sich aber vorerst einmal schon unheimlich auf die „heile Welt“ in der oberösterreichischen Heimat.

 

 

 

 

Foto: Rotes Kreuz

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