Kritik von Kukacka

Linzer Donausteg unvernünftig

Oberösterreich
16.11.2005 18:08
„Zwei andere Brücken zu planen, ist unvernünftig“, rüffelt der Linzer Staatssekretär Helmut Kukacka (VP) die Linzer Stadtväter Dobusch (SP) und Co: Linz könnte sich zumindest die zwölf Millionen Steuereuro für den neuen Radler- und Fußgehersteg ersparen, weil auch die alte Eisenbahnbrücke nur noch Jogger und Biker aushält.

Im Kulturjahr 2009 soll dieser Donausteg stehen, der Spaziergänge vom Brucknerhaus zum Jahrmarktgelände ermöglicht. Dafür die altersschwache ÖBB-Eisenbahnbrücke zu verwenden, lehnte der Gemeinderat ab. Doch das erhaltungswürdige Baudenkmal könne künftig weder den Straßen- noch den Schienenverkehr verkraften, kommt der ÖBB-Staatssekretär zum Problem City-S-Bahn: Für Schnellzüge im 7-Minuten-Takt müssen der Bund 20 und das Land 5 Millionen Euro in eine neue Brücke neben der alten investieren.

„Gemeinsames Projekt nach bisherigem Muster wäre billiger“
Die Stadt will aber extra 25 Millionen in eine eigene Straßenbrücke daneben stecken: „Ein gemeinsames Projekt nach bisherigem Muster wäre billiger und vernünftiger“, glaubt Kukacka, dass man sich die zweiten Garnituren Pfeiler, Fundamente und Tragwerke ersparen könnte. Die Stadt sollte Geld nicht in eigene Brücken, sondern in die City-S-Bahn investieren, schließt sich der Staatssekretär der Forderung des Landeshauptmanns an: „Linz kann sich nicht vom öffentlichen Nahverkehr verabschieden“, meinen Helmut Kukacka und Josef Pühringer unisono. Beiden wäre aber eine billigere Bim lieber als die teure S-Bahn, die frühestens 2010 um wenigstens 200 Millionen Euro gebaut werden soll.

 

 

 

 

 

Foto: Richard Schmitt

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