Geisel-Deal

Im Libanon entführte türkische Piloten wieder frei

Ausland
20.10.2013 08:52
Zwei im August im libanesischen Beirut entführte türkische Piloten sind am Samstag von ihren Entführern freigelassen worden. Ihre Freilassung war erwartet worden und erfolgte nur wenige Stunden nachdem neun vor 17 Monaten in Syrien entführte libanesische Pilger befreit worden waren. Sowohl die Pilger als auch die Piloten flogen noch in der Nacht auf Sonntag in ihre Heimat und wurden dort von ihren Angehörigen und anderen jubelnden Menschenmassen begrüßt.

Die Entführung stand im Zusammenhang mit der Verschleppung einer schiitischen Pilgergruppe aus dem Libanon im Mai vergangenen Jahres in Syrien, denn unmittelbar nach der Entführung hatte sich eine islamistische Gruppe namens "Gruppe der Besucher des Imams Ali al-Rida" zu der Entführung der Piloten bekannt. Diese blieben "bis zur Freilassung unserer Brüder in Syrien" gefangen, erklärte die Gruppe im August.

Die Geiselnehmer forderten danach die Türkei auf, ihren Einfluss bei den syrischen Rebellen geltend zu machen, um die Freilassung der schiitischen Pilger zu erreichen. In die Vermittlungen wurde aber offenbar auch das Emirat Katar eingebunden, das genauso wie die Türkei die syrischen Rebellen im Kampf gegen Machthaber Bashar al-Assad unterstützt.

Tränen und jubelnde Massen bei Geiselrückkehr
Überbordende Freude herrschte nach der Rückkehr der Geiseln auf beiden Seiten - sowohl in der Türkei als auch im Libanon. Hunderte Verwandte und Freude jubelten und umarmten die zurückgekehrten Pilger auf dem Flughafen in Beirut. Einer der Männer wurde auf den Schultern von Angehörigen davongetragen.

In Istanbul wurden die beiden Piloten Murat Akpinar (Bild) und Murat Agca (Bild 2) von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und anderen hochrangigen Politikern persönlich empfangen. Reichlich Tränen flossen dann beim ersten Wiedersehen der Piloten mit ihren Familien nach der wochenlangen Trennung dem dem Bangen um das Leben der Liebsten.

Details zum Deal nicht genannt
Über die näheren Umstände der Freilassung schwiegen sowohl die türkischen als auch die libanesischen Behörden. "Es war ohne Zweifel enorm schwierig. Ich will auch nichts von diesem Deal, außer diesen schönen Anblick", deutete Abbas Ibrahim, Chef der libanesischen Sicherheitsbehörden, auf die jubelnde Menge.

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