Die Position des Sterns HE 0457-5439 lasse den Schluss zu, dass es auch in der Nachbargalaxie, der Großen Magellanschen Wolke, ein bislang unbekanntes großes "Schwarzes Loch" gibt. Diese kosmischen Objekte haben eine so starke Anziehungskraft, dass nicht einmal Licht daraus entweichen kann.
Extreme Dichte
Der Stern HE 0457-5439 habe eine Dichte, die erreicht würde, wenn die Sonne mit einen Durchmesser von 1,4 Millionen Kilometern auf lediglich drei Kilometer Durchmesser komprimiert werde, berichten Heber und sein Kollege Ralf Napiwotzki von der britischen Universität Hertfordshire.
Mit dieser extremen Dichte erklären die Astronomen auch die enorme Beschleunigung. Die noch nie gemessene Sternen-Geschwindigkeit von 723 Kilometern in der Sekunde lasse sich nur damit erklären, dass sich ein Doppelstern einem großen "Schwarzen Loch" nähert, einer von ihnen hineinfällt, und der andere herauskatapultiert wird.
Mit einem sehr großen Teleskop der Europäischen Südsternwarte ESO in Chile hatten die Wissenschaftler bereits 1992 einen Stern entdeckt, der sich mit sehr hoher Geschwindigkeit aus dem äußeren Bereich der Milchstraße in den zwischengalaktischen Raum bewegte.








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