Kriegsverbrecher tot
Argentinien nimmt Leiche von Priebke nicht
Jüdische Organisationen im Lande begrüßten die Entscheidung. Der 100 Jahre alte einstige SS-Offizier, der als einer der letzten noch lebenden Nazi-Verbrecher galt, war in Rom gestorben (siehe Infobox) und sollte neben seiner Ehefrau in Argentinien beerdigt werden, wie sein Anwalt Paolo Giachini mitteilte.
Priebke stand in Giachinis Wohnung unter lockerem Hausarrest, nachdem er 1998 in Italien wegen eines Massakers im März 1944 zu lebenslanger Haft verurteilt worden war. Er war nach dem Zweiten Weltkrieg nach Argentinien geflohen und hatte zeitlebens keine Reue gezeigt.
Bis 1994 hatte Priebke 40 Jahre lang unbescholten unter seinem echten Namen in einem Badeort in Argentinien gelebt. Dann entdeckte ihn ein nach Nazis recherchierender US-Journalist, und der einstige SS-Offizier wurde nach Italien ausgeliefert und verurteilt. Doch nur ein Jahr später kam er wegen seines angeblich schlechten Gesundheitszustands und seines hohen Alters wieder aus dem Militärgefängnis und genoss seinen Hausarrest.












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