Gala gegen Napoli

"Mesut der Magier" erobert Herzen der Arsenal-Fans

Sport
02.10.2013 12:26
Spätestens am Dienstag hat Mesut Özil die Herzen der Arsenal-Fans erobert. Der deutsche Teamspieler erzielte beim 2:0-Heimsieg der "Gunners" in der Champions League gegen Napoli einen sehenswerten Treffer und bereitete das zweite Tor durch Olivier Giroud mustergültig vor. "Mesut der Magier", schrieb die "Sun" am Tag danach über den Regisseur, der kurz vor Ende der Transferzeit Ende August um 50 Millionen Euro von Real Madrid gekommen war.

Auch Trainer Arsene Wenger stimmte in die Lobeshymnen ein. "Er hat großartige individuelle Fähigkeiten, er ist ein Teamplayer, beherrscht den Torabschluss und den letzten Pass. Man sitzt einfach nur da und freut sich, ihm zuzuschauen", schwärmte der Franzose.

Mit Özil scheint Arsenal nach über acht Jahren ohne Titel auf einmal wieder konkurrenzfähig. In der Premier League führen die Londoner die Tabelle an, genauso wie in der vielleicht schwierigsten Champions-League-Gruppe F mit Napoli, Borussia Dortmund und Olympique Marseille. "Er gab jedem im Klub den Glauben an Erfolg, und das ist im Fußball ein Teil des Erfolgs", sagte Wenger.

"Wir hatten Glück, ihn zu bekommen"
Sein Verein profitierte davon, dass Özil bei Real Madrid nach dem 100-Millionen-Euro-Rekordtransfer von Gareth Bale nicht mehr gefragt war. "Ich habe ihn schon bewundert, als er bei Real gespielt hat. Wir hatten Glück, dass wir ihn bekommen haben", meinte Wenger, dessen Truppe die jüngsten zehn Partien allesamt gewonnen hat.

Die Leistung seiner Mannschaft gegen Napoli sei "fantastisch" gewesen. "Wir haben mit Tempo, Selbstvertrauen und Dominanz gespielt, vor allem die erste Hälfte war außergewöhnlich", sagte Wenger. Dennoch betonte der Arsenal-Coach, dass der Aufstieg ins Champions-League-Achtelfinale noch lange nicht fixiert ist. "Die nächsten zwei Partien werden entscheidend sein."

Dortmund in Klopps Abwesenheit stark
Da geht es gegen den Vorsaison-Finalisten Borussia Dortmund, der sich mit einem überzeugenden 3:0-Heimsieg über Marseille für das 1:2 zum Auftakt in Neapel rehabilitierte. Die Abwesenheit des gesperrten Trainers Jürgen Klopp hatte keine negativen Auswirkungen. "Jetzt sind wir wieder drin in der Gruppe", erklärte Klopp nach dem siebenten Champions-League-Heimsieg des BVB in Folge (Vereinsrekord).

Mit seiner Position auf der Tribüne war der Coach nicht wirklich glücklich. "Man sieht tatsächlich besser von da oben. Ansonsten ist es nicht so wahnsinnig angenehm. Aber mein kongenialer Partner hat einen Riesen-Job gemacht." Er harmoniere "meistens telepathisch" mit Zeljko Buvac, so Klopp. Der Schweiger aus Banja Luka, Spitzname "das Gehirn", arbeitet seit 2001 als sein Assistent und gilt als absoluter Taktikexperte.

Schalke bei Basel "sehr gut"
Auch Dortmund Lokalrivale Schalke durfte über einen wichtigen Sieg jubeln. Ohne den an Knieproblemen laborierenden ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs gab es ein 1:0 beim FC Basel, wodurch die "Königsblauen" mit sechs Punkten aus zwei Partien dem Achtelfinale entgegensteuern. Anders als zuletzt in der Bundesliga zeigte das Revierteam, was es zu leisten vermag. "Wir haben gut verteidigt, wenig Chancen zugelassen. Die ganze Mannschaft hat das sehr gut gemacht", sagte Trainer Jens Keller.

Auch dem Coach ist es ein Rätsel, warum in der Königsklasse klappt, was im Ligabetrieb in dieser Saison bisher meist nur über die halbe Distanz gelang. "Wenn ich das wüsste, würden wir es sofort abstellen. Dann hätten wir den Schalter auch in der Bundesliga schon umgelegt." Fakt sei, monierte Torschütze Julian Draxler, dass in den Liga jeder "ein, zwei Prozent" weniger gebe.

Chelsea ließ nichts anbrennen
Im Parallelspiel der Schalke-Gruppe E fuhr Chelsea durch einen 4:0-Auswärtserfolg gegen Steaua Bukarest die ersten Punkte ein. "Wir haben wieder gutgemacht, was wir beim 1:2 gegen Basel angerichtet haben", analysierte Trainer Jose Mourinho, der Fernando Torres wegen einer Knieverletzung verlor. Allerdings sollte der spanische Stürmer laut erster Diagnose schon in rund zwei Wochen wieder einsatzbereit sein.

Barca mit Mühe
Ebenso lange muss auch Lionel Messi pausieren - den 1:0-Sieg seines FC Barcelona in Glasgow gegen Celtic sah der Argentinier im Fernsehen. In Abwesenheit des vierfachen Weltfußballers stand neben dem Torschützen Cesc Fabregas vor allem Neymar im Mittelpunkt. Celitcs Scott Brown trat gegen den am Boden liegenden Brasilianer nach und sah dafür Rot - sehr zum Ärger von Trainer Neil Lennon. "Der Ausschluss war ungerechtfertigt", schimpfte Lennon, nachdem sein Klub eine Sensation wie beim 2:1 gegen die Katalanen im Vorjahr verpasst hatte.

Barcelona führt nun die Tabelle zwei Punkte vor dem AC Milan an, der in Amsterdam in letzter Sekunde ein Unentschieden erkämpfte. Mario Balotelli sorgte mit einem umstrittenen Elfmeter in der 94. Minute für den 1:1-Endstand.

In der Austria-Gruppe G liegt Atletico Madrid dank eines 2:1-Auswärtserfolgs gegen den FC Porto an der Spitze. Die "Rojiblancos" haben damit ihre sieben Saisonspiele in der Liga und zwei Partien in der Königsklasse gewonnen. "Wir haben eine außergewöhnliche Gruppe von Spielern", jubelte Coach Diego Simeone, der aus Atletico einen möglichen Titelanwärter formte. "Wir kämpfen in jedem Spiel bis zum Tod und schauen, wie weit uns das bringt", so die Formulierung des Torschützen Diego Godin, als er zum Erfolgsrezept befragt wurde. Atletico ist am 22. Oktober in Wien nächster Austria-Gegner.

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(Bild: KMM)



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