Die von Washington verhängten Zölle sorgen für viel Unruhe, viele befürchten eine steigende Inflation. Unterdessen hat der Goldpreis einen neuen Rekordstand erreicht.
Neben den Zöllen führt auch die geopolitische Verunsicherung zu Preisaufschlägen bei dem Edelmetall. So ist ein Ende des Ukraine-Krieges trotz diplomatischer Bemühungen nicht in Sicht, und die Lage im Nahen Osten verschärft sich weiter. Zuletzt hatte der Goldpreis auch davon profitiert, dass die US-Notenbank die Tür für Zinssenkungen in diesem Jahr offengelassen hat.
Am Donnerstag stieg der Preis für das Edelmetall bis auf 3060 US-Dollar (2836 Euro) je Feinunze (etwa 31,1 Gramm). Zuletzt hatte Gold in der vergangenen Woche einen Rekord erzielt. Im frühen Handel hatte die Feinunze noch rund 30 Dollar weniger gekostet.
Zölle auf importierte Autoteile
US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch Zölle auf importierte Autos und Autoteile von 25 Prozent angekündigt. Die EU hat für den Fall eines Festhaltens der USA an den Autozollplänen eine entschlossene Antwort angekündigt. Das als sicher geltende Gold profitierte von der gestiegenen Verunsicherung. Gold ist generell auch als Inflationsschutz gesucht.
Anstieg auf 3300 Dollar prognostiziert
Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat unterdessen ihre Prognose für den Goldpreis erneut erhöht. Man erwarte jetzt einen Goldpreis von 3300 Dollar zum Jahresende. Goldman verweist auf die unerwartet hohen Goldkäufe von Notenbanken. Vor allem Schwellenländer wollen ihre Währungsreserven diversifizieren und sich unabhängiger vom Dollar machen. Laut Goldman Sachs erfreuen sich zudem Gold-ETFs großer Beliebtheit bei Anlegern. Gold-ETFs sind Fonds, die an der Börse gehandelt werden und oft mit physischem Gold hinterlegt sind.
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