Altlast am Flughafen

Tests gefordert: „Unser Wasser gehört geschützt!“

Salzburg
27.03.2025 08:00

Die Ewigkeitschemikalie PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) alarmiert nach der Verunreinigung am Salzburger Flughafen. Die Substanzen könnten auch andere Quellen betreffen. Hinweise gibt es derzeit nicht. Und das Land sieht auch keine Notwendigkeit, Wasserversorger zu unterstützen. Von den Grünen kommt Kritik. 

Der Schock war groß, als eine Bodenverunreinigung am Flughafen Salzburg bekannt wurde. Über Jahrzehnte war mit Löschschaum die Ewigkeitschemikalie PFAS ins Erdreich gesickert. Sanierungsmaßnahmen sind vor mehr als einem Jahr angelaufen. „Die Reinigungsanlage funktioniert“, vermeldete nun der Flughafen und fordert von der Bundesregierung dringend eine Deponie-Verordnung. Denn es ist weiter unklar, wie das Erdreich entsorgt werden soll.

Verspätet liegen nun Ergebnisse eines Umweltmonitorings durch das Land am Tisch. Es bestehe keine akute Gefährdung, so die Einschätzung darin.

Am Flughafen sei es zu keiner Gefährdung im Grund- und Trinkwasser gekommen, heißt es. Doch PFAS kann jede Quelle treffen. Die Chemikalien-Gruppe ist in hoher Konzentration gesundheitsgefährdend. Sie kommt neben Löschschaum auch in verschiedenen Beschichtungen von Pfannen bis zu Outdoor-Kleidung vor.

Regelmäßige Tests auf PFAS im Wasser gefordert
Erst ab 2026 soll EU-weit ein Grenzwert von maximal 0,1 Mikrogramm PFAS pro Liter gelten. Salzburg reagiert darauf noch nicht. Die Grünen wollten nun in einer Anfrage von Wasser-Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP) wissen, ob er die Notwendigkeit regelmäßiger Tests sieht und kritisieren, dass die Verantwortung hin und her geschoben wird.

Finanzielle Unterstützung der Wasserversorger ist derzeit kein Thema. Analysen durch die Lebensmittelaufsicht fallen in das Ressort von FPÖ-Landesrat Christian Pewny. Dort verweist man auf 25 jährliche Proben, die der Bund beauftragt. „Die Landesregierung nimmt das Thema nicht ernst genug. Unser Wasser muss geschützt werden“, kritisiert Grünen-Chefin Martina Berthold.

Oberösterreich ist da schon einen Schritt weiter. PFAS-Trinkwasseruntersuchungen werden vom Land bereits gefördert. Bei unseren Nachbarn seien aber bereits Spuren im Trinkwasser nachgewiesen worden, so die Rechtfertigung beim Land. 

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