Amtsinhaber Simon Tschann konnte seinen Bürgermeistersessel in Bludenz bereits im ersten Anlauf verteidigen – das ist eine Überraschung. Für Mario Leiter (SPÖ) gab es hingegen nichts zu holen.
Die Ausgangsposition für Simon Tschann (ÖVP) war denkbar schlecht: Erst wurde er in erster Instanz wegen Amtsmissbrauchs verurteilt, dann warf mit dem SPÖ-Landesvorsitzenden Mario Leiter auch noch sein Erzrivale den Handschuh in den Ring. Für den Roten war es der bereits dritte Anlauf, doch abermals blieb ihm der Bürgermeistersessel in Bludenz verwehrt. Dass er es nicht einmal in die Stichwahl schaffte, darf ruhig als kleine Sensation gewertet werden. Selbiges gilt für die Tatsache, dass Tschann bei der Direktwahl bereits im ersten Anlauf mit 50,6 Prozent der Stimmen sein Amt verteidigen konnte. Der freiheitliche Spitzenkandidat Joachim Weixlbaumer erreichte 11,7 Prozent, auf Ricardo Grießer von den Neos entfielen 3,4 Prozent der Stimmen.
Ich bedaure das Ergebnis sehr, mein Team und ich haben so viele Gespräche geführt, die Stimmung war positiv. Es ist ein trauriger Tag für Bludenz.

Mario Leiter, Liste Mario Leiter – Team für Bregenz
Bild: SPÖ Vorarlberg
Auch bei der Wahl der Stadtvertretung durften sich die Schwarzen über ein deutliches Plus freuen: 48,5 Prozent (2020: 45,9 Prozent) bedeuten 17 Mandate und somit die absolute Mehrheit im Rathaus. Die SPÖ-Liste von Mario Leiter büßte hingegen fast 6 Prozent ein und konnte mit 33,3 Prozent nur noch 11 Mandate erringen. Zumindest über einen Achtungserfolg durften sich die Bludenzer Blauen freuen: 14 Prozent der Bürgerinnen und Bürger schenkten ihnen das Vertrauen – somit wird die FPÖ künftig 4 Mandate innehaben, das sind 3 mehr als in der alten Stadtvertretung. Ins Stadtparlament haben es auch erstmals die Neos (4,2 Prozent) mit zumindest einem Mandat geschafft.
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