Mit einer eigentlich gut gemeinten Aussage in einem Interview hat sich Sebastian Vettel den Ärger von Ralf Schumacher zugezogen.
„Es ist immer noch sehr schwer, sich im Sport zu outen und akzeptiert zu werden. Genau deswegen sind Vorbilder so wichtig, die den Mut aufbringen, sich zu outen. Ich wüsste nicht, ob ich so mutig wäre. Deshalb sollten wir schätzen, wenn das jemand tut“, sagte Vettel im Gespräch mit dem Schweizer „Tagesanzeiger“. Und ergänzte: „In der Motorsport-Szene sei Schumachers Outing eigentlich gut aufgenommen worden. Aber natürlich ist der Motorsport noch die Welt, in der alte weiße Männer eine Benzin-Party feiern.“
Formulierung „sehr engstirnig“
Damit sorgt Vettel für Unverständnis bei Schumacher. „Vielen Dank für die Wertschätzung. Allerdings finde ich die Bemerkung über alte weiße Männer völlig daneben, weil es nicht der Wahrheit entspricht“, schreibt er via Instagram.
Schumacher finde diese Formulierung „sehr engstirnig“. Nachsatz: „Ich wurde von der gesamten Formel 1 unterstützt.“ Im Sommer des vergangenen Jahres hatte er sich mit einem Schnappschuss in den sozialen Medien, der ihn gemeinsam mit seinem Freund zeigt, öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt.
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