Mitsamt ihren Kindern

Frühere IS-Anhängerinnen zurück in Österreich

Wien
02.03.2025 11:31
Porträt von krone.at
Von krone.at

In einer Rückholaktion hat das Außenministerium in Wien zwei ehemalige IS-Anhängerinnen mitsamt ihren Kindern am Samstag zurück nach Österreich geholt.

Im Auftrag der Justiz mussten „die Salzburgerin Maria G. und ihre beiden minderjährigen Söhne sowie eine weitere österreichische Staatsbürgerin mit ihrem minderjährigen Sohn“ zurück nach Österreich gebracht werden, bestätigte die Behörde am Sonntag.

Mit Linienmaschine aus dem Irak
Dem Bericht zufolge handelt es sich bei der zweiten Österreicherin um die Wienerin Evelyne T. Die Frauen und ihre Kinder sollen demnach in einer Linienmaschine aus dem Irak nach Wien geflogen worden sein. Zuletzt saßen beide Frauen mit ihren Kindern im Internierungslager Camp Roj in Syrien.

(Bild: stock.adobe.com/Michele)

Das Außenministerium bot nach eigenen Angaben bereits seit 2019 an, die minderjährigen Söhne von Maria G. zurückzuholen. Das habe Maria G. stets verweigert. Schlussendlich ordnete das Bundesverwaltungsgericht am 10. Oktober 2024 die Rückholung von Maria G. und ihren beiden Buben an.

„Hohe Sicherheitsrisiken“
Das Außenministerium betonte in seiner Mitteilung, dass ein solcher Einsatz „immer mit hohen Sicherheitsrisiken für das Einsatzteam und auch für die Zurückzuholenden verbunden“ sei. Die volatile Sicherheitslage in dem Gebiet habe die „Rückholung erheblich erschwert und verzögert.“

Keine Österreicher mehr in Syrien
Nach Angaben des Außenministeriums sind nun die Justizbehörden am Zug. „Die Kosten der Rückholung werden den zurückgeholten Frauen weiterverrechnet“, hieß es weiter. „Laut derzeitigem Wissensstand sind damit keine österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mehr in Lagern in Syrien.“

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