Do, 20. Juni 2019
01.08.2013 17:00

Ermittler decken auf

So brutal war die Schlepperbande aus dem Kloster

Wer als Bedrohung galt, wurde seinem Schicksal überlassen und einfach aus Fahrzeugen oder Zügen geworfen. Bedrohungen - das waren Schwangere, Alte, Kranke. Die Schlepperbande aus dem Wiener Servitenkloster ging mit menschenverachtender Brutalität vor.

Vor den Kameras jammerten sie ihre auswendig gelernten Parolen herunter, abseits zogen sie einen Schlepperring auf, der Millionen einbrachte. Zwei Staatsanwaltschaften, das BKA und die Polizei deckten jetzt auf, wie drei Pakistanis aus dem Kloster mit ihren Komplizen draußen die ganze Flüchtlingsbewegung zunichtemachten - jetzt aber festgenommen werden konnten.

Und so brutal waren sie wirklich:

Schwangere und Kranke wurden, wenn sie Schwächen zeigten, auf offener Strecke aus dem Zug oder Auto geworfen. Im Kloster selbst wohnten die Eintreiber. Die erste Schlepperrate musste innerhalb der EU bezahlt werden, die zweite oder dritte schließlich in Österreich. Wer kein Geld mehr hatte, bekam schlechte Quartiere.

In einer Art All-Inclusive-Paket wie bei einer Pauschalreise erhielten die Illegalen auch eine vorgefertigte Identität mit mehreren Lügengeschichten. Sinn und Zweck: Mit diesen Storys werden alle Punkte erfüllt, um Asyl in Österreich zu erhalten. Bloß, die "Märchen" waren schlecht recherchiert - es gab trotzdem immer Abschiebungsgründe.

12.000 Rückführungen von Pakistanis
Übrigens: 2012 gab es EU-weit 12.000 Rückführungen von Pakistanis - die meisten, nämlich 5.315, in Großbritannien. In Österreich wurden im Vergleich dazu 80 Rückführungen von Pakistanis vollzogen.

Indes spricht Vizekanzler Michael Spindelegger angesichts heftiger Kritik klare Worte in Richtung SPÖ und Grüne: "Der Rechtsstaat gilt auch für Eva Glawischnig und Barbara Prammer. Wir fordern von allen ein Bekenntnis zum Rechtsstaat."

Kommentar: Humanitätsfreier Menschenhandel
Die Wogen gehen dieser Tage in der Flüchtlingsfrage hoch. Rechtsstaat und Gesetze - für manche egal. Dass die Innenministerin "kein Herz aus Stein hat" und Wiens Polizeipräsident "jede Abschiebung unter die Haut geht", wird bestenfalls als Zynismus abgetan. Doch auch wenn es einige nicht wahrhaben wollen: Österreich ist ein Flüchtlingsland aus Tradition!

Seit 1945 haben laut offiziellen UNO-Zahlen mehr als 700.000 Menschen bei uns eine neue Heimat gefunden. Im humanitätsfreien Raum befinden sich nicht Politik oder Polizei, sondern vielmehr jene Schlepper (siehe Bericht oben), die Schwangere und Kranke ihrem Schicksal überlassen.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
England Gruppensieger
WM-Krimi: Schottland scheidet nach 3:0-Führung aus
Fußball International
Arnie-Kollege der Held
1:0! Polen biegt auch Italien, Spanien dreht Spiel
Fußball International
Ein 64-jähriger Mann
Erster Verdächtiger in „Causa Sala“ festgenommen
Fußball International
Auch Dortmund im Spiel
Bereitet Arsenal Angebot für Salzburg-Juwel vor?
Fußball International
Gattuso-Nachfolger
Von Genua nach Mailand! Giampaolo ist Milan-Coach
Fußball International
Tscheche Ostrak kommt
Rakowitz verlässt Wacker und geht zu Hartberg
Fußball International
Dress Hannes gewidmet
Wolfs Ausfall verändert Matchplan von U21-Team
Fußball International
Fans protestierten
Kooperation zwischen RB und Aufsteiger geplatzt!
Fußball International

Newsletter