Billigfluglinie
Flughafen Graz weiterhin nicht am Plan von Ryanair
Graz ist auch im Sommerflugplan 2025 keine Destination des Billigfluganbieters Ryanair. Für den Grazer Flughafen ist das aber kein Problem. Die irische Fluggesellschaft fordert außerdem eine Kostensenkung für Fluglinien in Österreich.
Während Michael O‘Leary, Chef der irischen Billigfluglinie Ryanair, zwar von einer Steigerung des Verkehrsaufkommens um 160 Prozent in Österreich seit 2019 spricht, spielt Graz im bekanntgegebenen Sommerflugplan für 2025 weiterhin keine Rolle. Wolfgang Grimus, Geschäftsführer des Grazer Flughafens, sieht das aber entspannt: „Der Flughafen Graz hat 33 Destinationen am Programm, wir sind nicht von Ryanair abhängig.“
Auf fünf neuen Strecken fliegt die Billigfluglinie im kommenden Sommer: Von Wien nach Salerno, von Linz nach Bari, London und Alicante sowie von Salzburg nach Alicante. Auch der Flughafen in Klagenfurt steht am Flugplan der Airline. Grazer Passagiere müssen für die Angebote von Ryanair hingegen in die Landeshauptstädte der Nachbarbundesländer ausweichen. „Wir sind immer wieder mit verschiedenen Fluglinien im Gespräch, auch Ryanair ist darunter. Im Moment gibt es aber keine konkreten Pläne für Ryanairflüge von und nach Graz“, sagt Grimus.
Grund dafür seien die Kosten, die auf die Fluglinie bei der Aufnahme des Grazer Flughafens in ihren Flugplan zukommen würden. „An der Nachfrage in Graz scheitert es nicht“, erklärt Grimus. Ryanair lässt eine Nachfrage der „Krone“ zum Thema unbeantwortet.
Österreich soll Luftverkehrssteuer abschaffen
Anfang des Monats übte O‘Leary scharfe Kritik an den Kosten in Österreich. Die Luftverkehrssteuer und hohen Flughafengebühren seien schädlich für den österreichischen Tourismus und Flugverkehr. Österreich gehöre zu den teuersten Ländern für Fluglinien im europäischen Vergleich. Der Ire wendet sich in einem Statement direkt an die österreichische Regierung: „Ryanair forderte heute (5. Februar) die neue österreichische Regierung erneut auf, die schädliche Luftverkehrssteuer abzuschaffen, die mit 12 Euro pro Passagier eine der höchsten in Europa ist. Diese exorbitante Steuer in Verbindung mit Österreichs sehr hohen Flughafen- und Sicherheitsgebühren schadet der Wettbewerbsfähigkeit Österreichs als Reiseziel im Vergleich zu EU-Ländern mit niedrigeren Kosten.“
Laut der Billigfluglinie hat Österreich noch immer damit zu kämpfen, das Verkehrsaufkommen aus der Zeit vor Corona zu erreichen. Ryanair wolle Österreich bei einer Veränderung bzw. Abschaffung der Kosten aber dabei unterstützen, ein Verkehrswachstum von bis zu 50 Prozent zu erreichen.









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