In einer Untersuchung von 18 österreichischen Mineral- und fünf Heilwässern, darunter auch solche aus Tiefen von über 200 Metern, wurde die Ewigkeits-Chemikalie Trifluoracetat (TFA) analysiert. Lediglich neun Produkte waren frei von Belastungen.
Die AK Oberösterreich hat in Kooperation mit der Umweltorganisation GLOBAL2000 18 österreichische Mineral- und fünf Heilwässer, darunter auch solche aus Tiefen von über 200 Metern, auf Trifluoracetat untersucht. Neun Produkte waren ohne Belastungen, die Konzentrationen lagen jedoch unter den gesundheitlich relevanten Grenzwerten.
Proben aus sieben Bundesländern
Die untersuchten Produkte stammen aus unterschiedlichen Regionen Österreichs: sechs aus der Steiermark, sechs aus Tirol, vier aus dem Burgenland, je zwei aus Oberösterreich, Niederösterreich und Salzburg sowie eines aus Kärnten.
TFA ist ein extrem stabiles Zerfallsprodukt von PFAS-Pestiziden (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen). Diese werden vor allem in der Landwirtschaft verwendet. Neben der Landwirtschaft (75 Prozent ) gelten auch fluorierte Gase aus der Kältetechnik sowie Emissionen aus kommunalen Kläranlagen und industriellen Einflüssen als Eintragsquellen.
Toxikologisch wurde TFA lange Zeit insbesondere von PFAS-Herstellern als weitgehend unbedenklich dargestellt. Doch Anfang 2021 zeigte eine Studie an Kaninchen schwere Missbildungen an Föten, verursacht durch TFA. Vom Hersteller wurde es in der Folge gemäß EU-Chemikalienrecht als reproduktionstoxisch der Kategorie 2 eingestuft. Es steht im Verdacht, die Fortpflanzung, auch beim Menschen, zu gefährden.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.