14.07.2013 15:25 |

Am Nationalfeiertag

Hollande: "Die wirtschaftliche Erholung ist da"

Nach den Worten von Frankreichs Präsident Francois Hollande ist die angeschlagene französische Wirtschaft auf dem Weg der Besserung. "Die wirtschaftliche Erholung ist da", sagte Hollande in einem TV-Interview zum französischen Nationalfeiertag am Sonntag. Die industrielle Produktion habe demnach zugelegt und der Konsum habe sich leicht erholt. Frankreich war zuletzt in eine Rezession geschlittert und verzeichnete Arbeitslosenquoten in Rekordhöhe.

Beim Thema Steuererhöhungen hielt sich der Präsident zurück, schloss sie aber vor dem Hintergrund der hohen Staatsschulden nicht aus: "Ich werde die Steuern nur erhöhen, wenn es nötig ist, und idealerweise so gering wie möglich." Nach ihrem Amtsantritt im Mai 2012 hatte die Regierung unter dem Sozialisten Hollande Steuern erhöht. Der Präsident will nun für den Rest seiner fünfjährigen Amtszeit den Fokus auf Einsparungen legen.

Die EU-Kommission rechnet damit, dass Frankreichs Staatsdefizit 2013 bei 3,9 Prozent liegen wird, Paris erwartet 3,7 Prozent. Brüssel hatte Frankreich angesichts der schlechten Wirtschaftsdaten mehr Zeit eingeräumt und zugestanden, das Haushaltsdefizit erst 2015 wieder unter die Defizit-Obergrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts bringen zu müssen.

Pompöse Militärparade am Nationalfeiertag
Vor Hollandes Interview hat Frankreich mit einer pompös inszenierten Militärparade seinen Nationalfeiertag gefeiert (siehe weitere Bilder). Tausende Schaulustige verfolgten bei strahlendem Sonnenschein den Aufmarsch von mehr als 4.800 Soldaten auf den Pariser Champs-Elysées. Während Militärflugzeuge Formationen am Himmel flogen, komplettierten 241 Reiter und 265 Militärfahrzeuge das Bild am Boden.

An der Spitze der Parade liefen Soldaten aus Mali und der UN-Friedensmission Minusma. Damit wollte Frankreich deren Verdienste im Kampf gegen islamistische Extremisten im Norden Malis würdigen. An der zweiten großen Gruppe in der Ehrenformation beteiligten sich das 292. Jägerbataillon aus Donaueschingen und deutsche Soldaten aus der Deutsch-Französische Brigade. Sie waren zum 50. Jahrestag des Élysée-Vertrags zur deutsch-französischen Freundschaft eingeladen.

Hollande nahm die traditionelle Parade ab. In einem Militärfahrzeug ließ sich der Präsident vom Pariser Triumphbogen an den Soldaten entlangfahren. Als Ehrengäste nahmen auf der Tribüne an Hollandes Seite dann UN-Generalsekretär Ban Ki M-moon, der malische Interimspräsident Dioncounda Traore und der Präsident des neuen EU-Mitgliedslandes Kroatien, Ivo Josipovic, Platz.

Der französische Nationalfeiertag am 14. Juli erinnert an die Austragung des Föderationsfestes im Jahr 1790 und den "Sturm auf die Bastille" durch Revolutionäre ein Jahr zuvor. Das Gefängnis in Paris galt als Sinnbild königlicher Tyrannei.

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