13.07.2013 16:27

Lenker war betrunken

Kunde musste sich bei Taxifahrt selbst ans Steuer setzen

Von einem kuriosen Auftakt in den wohlverdienten Sommerurlaub kann eine vierköpfige Familie aus Wien erzählen: Vater G. musste an der Raststation Simmering das Steuer übernehmen, um doch noch rechtzeitig am Flughafen Wien-Schwechat einzutreffen - denn der Taxilenker war aufgrund seiner Alkoholisierung längst nicht mehr fahrtauglich...

4 Uhr am Morgen in einem Wiener Außenbezirk: Die Koffer sind gepackt, die Tickets vorbereitet, die beiden Kinder (sechs und neun Jahre alt) trotz der Uhrzeit gut gelaunt - und sogar das vorbestellte Taxi trifft pünktlich ein. Eigentlich ein perfekter Auftakt für den heiß ersehnten Flug nach Ibiza.

Doch bereits am Knoten Inzersdorf auf der Südosttangente nahm die Fahrt eine skurrile Wende: "Mir ist gleich aufgefallen, dass da was nicht stimmt", so Mutter G. "Der Fahrer hat kein Wort gesprochen, das Fenster war ganz heruntergekurbelt, die Augen fielen ihm ständig zu."

Taxler: "Bin nur müde"
In Schlangenlinien quälte sich der Taxler in Richtung Flughafen. Schlüsselübergabe auf dem Parkplatz: "Ich bin nur müde", so der etwa 35-jährige Lenker auf die Frage, ob alles in Ordnung sei - die Alkohol-Fahne des Mannes ließ jedoch etwas ganz anderes vermuten.

Pause an der Raststation Simmering: Eine kleine Gesichtswäsche sowie ein Energiedrink sollten ihn wieder fit machen. Doch besorgt ergriff Frau G. die Initiative: "Entweder mein Mann fährt weiter, oder ich sag's der Polizei." Denn tatsächlich nahmen gerade zwei Streifen an der Tankstelle ihr Frühstück ein. Der Fahrer diskutierte nicht lange herum, gab - vor den Augen der verdutzten Beamten - den Schlüssel ab und setzte sich brav auf den Beifahrersitz.

Vater bezahlte trotz allem
Vater G. brachte den Wagen sicher zum Flughafen, bezahlte und verschwand samt Kind und Kegel im Terminal. Warum er bezahlt hat? "Es war keine Zeit mehr zu diskutieren - und ich hätte mich nur geärgert. Aber der Taxler musste mir versprechen, dass er ja keine Fahrgäste mehr aufnimmt", so Papa G. "Hoffentlich hat er sich daran gehalten."

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