Fressen auch weniger

Studie: Langlebige Mäuse sind weniger risikofreudig

Wissen
05.07.2013 07:36
Verhaltensbiologen der Universität Zürich haben herausgefunden, dass weibliche Hausmäuse mit langer Lebenserwartung nicht besonders risikofreudig sind und vergleichsweise wenig fressen. Sie belegten damit eine Theorie, nach der Lebenserwartung und Persönlichkeit zusammenhängen. Für kürzer lebende Artgenossinnen treffe dagegen das Prinzip "lebe schnell, stirb jung" zu.

Die Forscher überprüften mit ihrem Experiment eine Aussage der sogenannten Life-History-Theorie, der zufolge Individuen mit hoher Lebenserwartung weniger aktiv und entdeckungsfreudig sind. Sie untersuchten 82 männliche und weibliche Hausmäuse und wählten dabei Tiere mit bestimmten Varianten des Chromosoms 17, da dieses eine Rolle bei der Lebenserwartung von Weibchen spielt. Für Männchen gilt dies nach Angaben der Forscher jedoch nicht - sie zeigten auch kein unterschiedliches Verhaltensmuster.

"Lebe schnell, stirb jung" auch bei Mäusen
Für die Weibchen konnten die Wissenschaftler aber belegen, dass die Aussage der in den 1980er-Jahren entwickelten Theorie zutrifft: Wie vorhergesagt hatten Tiere mit einer hohen Lebenserwartung im Vergleich zu jenen, die früher sterben, einen eher passiven Charakter. "Wir können erstmals einen Zusammenhang nachweisen zwischen einem genetischen Element, das die Lebenserwartung beeinflusst, und der Persönlichkeit", sagte Mitautor Yannick Auclair.

Nager aber nicht extrem vorsichtig
Anders als von der "Life-History-Theorie" prognostiziert, waren die langlebigeren Nager allerdings nicht extrem vorsichtig. "Um als Maus erfolgreich Nahrung finden und sich fortpflanzen zu können, braucht es offenbar ein Mindestmaß an Kühnheit", erklärt Auclair.

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