Rund um den tragischen Tod des ehemaligen Justiz-Spitzenbeamten Christian Pilnacek hat sich bekanntlich ein brisanter Rechtsstreit entwickelt. Jetzt ist die Causa um eine brisante Anekdote reicher: Wie aus Akten hervorgeht, vernichtete Pilnaceks Witwe Caroline List, Präsidentin des Straflandesgerichts in Graz, dessen Handy mit einem Bunsenbrenner.
Zwei Bücher werden im Februar zum Ableben des verstorbenen ehemaligen Justizchefs Christian Pilnacek veröffentlicht. Vor allem die Fragen, was in der Nacht des Todes genau passiert ist und was danach mit Pilnaceks Laptop und seinem Handy passiert ist, scheinen auch für die Causa von großer Bedeutung. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft leitete bekanntlich ein Verfahren ein, das sich mit der Abnahme von Pilnaceks IT-Geräten durch die Polizei in Niederösterreich befasste. Diese Abnahme – so der Verdacht – soll ohne ausreichende Befugnisse die Herausgabe von Geräten durch Pilnaceks Freundin Karin Wurm verlangt haben.
Jetzt wurde eine Anekdote aus Ermittlungsakten bekannt. Pilnaceks Witwe Caroline List, Präsidentin des Straflandesgerichts in Graz, gab demnach in einer Zeugeneinvernahme im April 2024 zu Protokoll, dass sie das Handy von Pilnacek mit einem Bunsenbrenner vernichtet habe. „Ich hatte genug Kummer mit den Mobiltelefonen meines Mannes“, soll sie laut dem Onlinemedium „ZackZack“ von Peter Pilz gesagt haben. Über die Polizei und den Rechtsanwalt Rüdiger Schender war Pilnaceks Handy nach dessen Ableben offenbar an seine Witwe gelangte.
List selbst will sich nicht dazu äußern. Wie die „Krone“ erfuhr, war zu dem Zeitpunkt der Vernichtung jedoch kein Verfahren anhängig, in dem List das Mobiltelefon einer Anklagebehörde hätte vorlegen müssen.
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