Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne) feierte am Mittwoch seinen 40. Geburtstag. Er tat das mit politischen Wegbegleitern, lud aber auch seine „Arbeitskollegen“ aus Regierung und Landtag von anderen Parteien ein. Die kamen auch und bewiesen, dass in der Politik nicht immer nur die Fetzen fliegen müssen.
Windräder, Bodenfraß, Energiewende: Bei so ziemlich jedem politischen Thema geraten die Landesräte für Umwelt, Stefan Kaineder (Grüne), und Wirtschaft, Markus Achleitner (ÖVP), heftig aneinander. Dass sich Kaineders Weltsicht diametral von jener des LH-Stellvertreters Manfred Haimbuchner (FPÖ) unterscheidet, ist auch bekannt.
Landeshauptmann hielt Laudatio
Und dennoch: Sowohl Achleitner als auch Haimbuchner nahmen am Mittwoch die Einladung zur Feier von Kaineders 40. Geburtstag im Sonnenstein Loft in Linz an. Auch Klubchef Herwig Mahr und die Zweite Landtagspräsidentin Sabine Binder (beide FPÖ) sowie Noch-Landesrat Michael Lindner und der Dritte Landtagspräsident Peter Binder (beide SPÖ) mischten sich unter die Gratulanten – genauso wie LH Thomas Stelzer, der es sich nicht nehmen ließ, eine launige Laudatio auf seinen grünen Kontrahenten zu halten.
In Wien unvorstellbar
Diesem bunten Strauß an Festgästen zollte sogar Grünen-Chef und Vizekanzler Werner Kogler in seiner Rede Respekt. Quasi: So etwas würde es in Wien nicht geben – nämlich dass Politiker unterschiedlicher Couleur einander einen Abend lang wohlwollend und respektvoll begegnen. So gesehen möge der Mittwochabend auch ein Vorbild für den politischen Diskurs generell sein.
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