Pfleger schlagen Alarm
Patienten sterben in britischen Spitälern am Gang
Pflegekräfte schlagen Alarm: In Großbritannien steht das Gesundheitssystem vor dem Kollaps, Pflegestandards können vielfach nicht mehr eingehalten werden. Und wie aus einem Bericht hervorgeht, sterben Patienten in britischen Kliniken mittlerweile auf dem Gang.
„Die Erfahrungen von über 5000 Pflegekräften im Vereinigten Königreich zeigen einen verheerenden Zusammenbruch der Pflegestandards, durch den Patienten routinemäßig zu Schaden kommen“, heißt es laut ntv in einem veröffentlichten Bericht, der auf einer Befragung von Pflegekräften der Gewerkschaft Royal College of Nursing (RCN) beruht.
Aus der Umfrage von Ende Dezember geht demnach hervor, dass die britischen Krankenhäuser am Limit seien.
„Patientensicherheit gefährdet“
Neun von zehn Krankenpfleger gaben demnach an, dass „die Patientensicherheit gefährdet“ sei, zwei Drittel der Befragten erklärten, dass sie sich „täglich“ an „überfüllten oder ungeeigneten Orten“ um ihre Patienten kümmern müssten – etwa auf dem Gang der Spitäler, in umgebauten Schränken oder sogar auf Parkplätzen und in Waschräumen. Diese Zustände seien „keine Ausnahme, sondern die Regel“, erklärte etwa eine Krankenschwester aus Ostengland.
Die „Normalisierung“ der sogenannten Korridorpflege sei zu verurteilen, hieß es in dem Bericht. „Schutzbedürftige Menschen werden ihrer Würde beraubt, und dem Pflegepersonal wird der Zugang zu lebenswichtigen Geräten verwehrt“, so RCN-Generalsekretärin Nicola Ranger. Man könne „kategorisch“ sagen, „dass die Patienten in dieser Situation sterben“.
Schon im Juni 2024 hatte der RCN wegen der Überbelegung von Krankenhäusern in Großbritannien und der Pflege an ungeeigneten Orten den „nationalen Notstand“ ausgerufen.
Auswirkungen auch auf Notaufnahmen
Die Situation in britischen Spitälern habe auch Auswirkungen auf die Notaufnahmen. Allein im letzten Monat mussten laut Angaben 54.000 Patienten in Ambulanzen mehr als zwölf Stunden warten, bis ein Krankenhausbett zur Verfügung stand. Dabei handle es sich um einen Anstieg um 23 Prozent im Gegensatz zum Vorjahr.
Laut NHS, dem staatlichen Gesundheitsdienst Großbritanniens, seien in der vergangenen Woche rund 96 Prozent aller Krankenhausbetten belegt gewesen. Grund dafür seien vor allem verschiedene „Winterviren“.








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