Trotz Bemühungen der Spitäler haben sich die Wartezeiten für OPs im Vergleich zum Vorjahr noch einmal verschlechtert. Wir zeigen, mit welchen Beschwerden man am längsten vertröstet wird.
Ein kleiner Junge, der an Atemaussetzern leidet und ein Jahr auf eine dringend benötigte Operation warten muss. Oder eine ältere Dame, die aufgrund von Kniebeschwerden eine zweijährige Odyssee durch das Gesundheitssystem durchmachen musste und dann erst recht mit einem Wohnsitzwechsel tricksen musste, um überhaupt operiert zu werden. Das sind nur zwei von vielen Schicksalen, über die wir berichtet haben. Das hat uns dazu veranlasst, uns die OP-Wartezeiten im Detail anzusehen. Am 9. Jänner 2024 hatte die „Krone“ über die langen Wartezeiten auf Operationen in den städtischen Spitälern berichtet. Was hat sich in der Zwischenzeit getan? Verbesserung? Fehlanzeige! Ein Jahr später herrscht noch immer ein Stau auf den Wartelisten – obwohl die aufgeschobenen OPs aufgrund der Pandemie längst nachgeholt worden sein sollten. Wartezeiten von über acht Monaten auf eine Bandscheiben-OP oder mehr als ein Jahr auf ein neues Kniegelenk sind keine Seltenheit (siehe Grafik).
Ein Jahr warten auf neue Hüfte
Auch für ein neues Hüftgelenk – was große Schmerzen bereiten kann – wartet man über 1 Jahr etwa in der Klinik Donaustadt. Laut Wiener Gesundheitsverbund werden jedes Jahr rund 130.000 Operationen durchgeführt. Man wolle die Wartezeiten kurz halten und versuche mit verschiedenen Maßnahmen die Attraktivität für Fachkräfte zu erhöhen.
Für ÖVP-Gesundheitssprecherin Ingrid Korosec zu wenig: „Es ist ein Skandal, dass Patienten über ein Jahr auf Operationen warten müssen. Für das überlastete Personal braucht es endlich mutige Entscheidungen und keine Ausreden mehr.“
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