Offenbar schon seit längerer Zeit trieben drei Kärntner aus dem Bezirk Wolfsberg in einem Eigenjagdgebiet ihr Unwesen: Bei Hausdurchsuchungen wurden zahlreiche Jagdtrophäen sichergestellt.
Ins Rollen gebracht hat die kuriose Angelegenheit ein Verdacht im September 2024. Damals sollen ein 69-jähriger Mann, ein 66-jähriger Mann und eine 67-jährige Frau (alle aus dem Bezirk Wolfsberg) illegal in einem Eigenjagdgebiet einen Rotwildhirsch mit zwölf Enden und einem Alter von sieben bis zehn Jahren erlegt haben – eine Trophäe und das Wildfleisch sollen sie mitgenommen haben.
Dabei handelt es sich um einen Eingriff in fremdes Jagd- und Fischereirecht: „Der Gesamtschaden beläuft sich derzeit auf mehrere tausend Euro, wobei ein höherer Schaden nicht ausgeschlossen werden kann“, heißt es seitens der Landespolizeidirektion. Die Polizei ermittelte in diesem Fall, letztlich genehmigte die Staatsanwaltschaft Klagenfurt eine Hausdurchsuchung.
Tiertrophäen und Waffenarsenal sichergestellt
Was die Beamten während den Hausdurchsuchungen in zwei Wohnhäusern am Dienstag allerdings vorfanden, war ungewöhnlich: „Dabei konnte die Trophäe des widerrechtlich erlegten Rothirsches sowie rund 15 weitere Gams- und Rothirschtrophäen, eine Auerhahntrophäe, etwa 20 – 30 Abwurfstangen, zehn Jagdgewehre und einige hundert Schuss Munition sowie Schwarzpulver sichergestellt werden“, so die Polizei.
Noch dazu waren die Gewehre nur teilweise registriert sowie die Munition nicht ordnungsgemäß und sicher verwahrt. Neben einem ausgesprochenen Waffenverbot müssen die drei Beschuldigten auch mit einer Anzeige rechnen.
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