05.06.2013 22:56 |

Hochwasser

Aufräumen im Westen - Lage im Osten kritisch

Die Hochwasserlage in Österreich bleibt angespannt. Während in Oberösterreich das Schlimmste vorbei sein dürfte, hat sich das Wasser am Mittwoch seinen Weg durch den Osten des Landes gebahnt. In Korneuburg erreichte der Donaupegel einen neuen Rekordwert. Weiter Bangen hieß es in Theiß nahe Krems, wo eine "zweite Verteidigungslinie" errichtet wurde, um einen völlig durchweichten Damm zu sichern. In der Bundeshauptstadt wurde indes der Höchststand erreicht, hier begann sich die Situation langsam zu entspannen. Östlich von Wien stiegen die Pegel jedoch weiter an.

Weiterhin kämpften am Mittwoch Tausende Helfer im ganzen Land gegen die Fluten oder versuchten, die Spuren der Verwüstung zu beseitigen. So waren im von der Flut betroffenen Oberösterreich die Aufräumarbeiten voll im Gange. Die Pegelstände in den betroffenen Gebieten waren weiter fallend. Bundeskanzler Werner Faymann, Bundespräsident Heinz Fischer und Wiens Bürgermeister Michael Häupl dankten bei der Eröffnung des Österreichischen Städtetages in Wels den vielen Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz in den Hochwasserorten.

Lage im Osten weiter angespannt
Weiter angespannt blieb die Lage unterdessen in Niederösterreich, wo bis Mittwoch rund 1.500 Menschen evakuiert wurden. Die Feuerwehren östlich von Wien, wo der Pegel der Donau weiter stieg und teils erst am Donnerstag der Scheitelpunkt erreicht werden dürfte, waren mit Sicherungsarbeiten beschäftigt. Ein völlig durchweichter Damm in Theiß nahe Krems konnte vorerst stabilisiert werden. Die Einsatzkräfte waren bis in die späten Abendstunden mit der Errichtung einer "zweiten Verteidigungslinie" beschäftigt.

In Wien begann sich die Lage hingegen zu entspannen. Weiter unter Wasser standen allerdings die Häfen Lobau und Albern, die Gastromeilen entlang der Donauinsel und Bereiche des Donaukanals.

Hier die wichtigsten Ereignisse vom Mittwoch im Überblick:

  • Niederösterreich, 22.10 Uhr: In Bad Deutsch-Altenburg wartet man weiterhin auf den Höhepunkt des Wasserstandes. Die Prognosen würden immer wieder nach hinten revidiert werden, berichtet der ORF. Demnach rechnen die Experten derzeit erst am Donnerstag mit dem Erreichen des Scheitelpunktes.

  • Niederösterreich, 21.26 Uhr: Der drei Kilometer lange Erddamm in Theiß nahe Krems, auf 800 Metern völlig durchweicht, ist vorerst stabil. Laut Franz Resperger, Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos, wurden 600 Tonnen Schotter aufgebracht, zudem 4.000 Quadratmeter Vlies aufgelegt und mit mehreren Reihen von Sandsäcken beschwert. Die am Nachmittag begonnene Errichtung einer "zweiten Verteidigungslinie" dauert am Mittwochabend an.

  • Niederösterreich, 19.58 Uhr: Im Bezirk Korneuburg stehen in den Abendstunden zehn Feuerwehren mit 110 Mann im Hochwassereinsatz, berichtet das Bezirkskommando. Probleme in Stockerau können der Göllersbach und Senningbach bringen. Beide Gewässer können derzeit nicht Richtung Donau abfließen. Generell steigt im gesamten Bezirk entlang der Donau bzw. des überfluteten Bereiches das Grundwasser stark an. Das verursache ebenfalls schon zahlreiche Probleme in vielen Häusern.

  • Niederösterreich, 19.20 Uhr: Die Feuerwehren östlich von Wien, wo der Pegel der Donau weiter steigt, sind großteils mit Sicherungsarbeiten beschäftigt. Im Bezirk Gänserndorf verstärken etwa 300 Helfer die Dämme in den Ortschaften Schönau, Mannsdorf, Orth, Eckartsau, Stophenreuth und Markthof. In Hainburg (Bezirk Bruck an der Leitha) gilt das Hauptaugenmerk weiterhin dem Bahnhof. Die örtliche Feuerwehr kämpft weiter gegen eine Unterspülung an.

  • Oberösterreich, 19.05 Uhr: Bundeskanzler Werner Faymann dankt bei der Eröffnung des Österreichischen Städtetages in Wels den vielen Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz in den Hochwasserorten: "Wenn wir als Politiker nur ein Stück des Geistes der Menschlichkeit und des Optimismus, den ich in den Katastrophengebieten erlebt habe, übernehmen, werden wir Österreich und Europa ein großes Stück lebenswerter machen." Auch Bundespräsident Heinz Fischer dankt neuerlich allen Helfern, ihr Einsatz sei "großartig und überwältigend". Michael Häupl, Städtebund-Präsident und Wiener Bürgermeister, schließt sich dem Dank an - und geht auch auf die aktuelle Diskussion über die Vermeidung von Schäden ein: "Wir werden uns vielleicht auch mit der Frage der Schutzzonen und Bebauungszonen neu auseinandersetzen müssen."

  • Niederösterreich, 17.42 Uhr: Östlich von Wien steigt der Pegel der Donau weiter. In Wildungsmauer sind für die Nacht auf Donnerstag 8,90 Meter (Höchststand 2002: 8,84) prognostiziert. Am späten Mittwochnachmittag wurden 8,52 Meter gemessen.

  • Niederösterreich, 17.40 Uhr: Neuer Pegel-Rekordwert in Korneuburg. 8,06 Meter, wie am Mittwochnachmittag, wurden nie zuvor gemessen, bestätigte der Hydrografische Dienst des Landes auf Anfrage. "Wir hoffen, dass der Scheitel erreicht ist", so ein Mitarbeiter.Der bislang höchste Wert in Korneuburg vom August 2002 betrug 7,89 Meter.

    Oberösterreich, 17.32 Uhr: Laut aktuellerZwischenbilanz packen derzeit mehr als 2.700 Feuerwehrleute und zahlreiche freiwillige Helfer mit an. Die Zahl der Ehrenamtlichen, die Nachbarschaftshilfe leisten, ist laut einer Aussendug des Landes gar nicht zu erfassen. Viele Straßen sind wieder für den Verkehr freigegeben worden, es bestehen aber nach wie vor Sperren im Bereich von Hochwasser-Brennpunkten. Die Pegelstände sind weiter fallend. Schärding lag gegen 16 Uhr bei 4,51 Metern, Linz bei 7,26, Mauthausen bei 7,24 und Grein bei 13,48 Metern.

  • Niederösterreich, 16.52 Uhr: Zur Aufstellung eines mobilen Hochwasserschutzes ist die S5 im Bereich Grunddorf - Krems-Mitte gesperrt worden. Die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Jettsdorf unterstützen die Polizei, teilte die Asfinag mit. Die Dauer der Sperre ist nicht absehbar.

  • Niederösterreich, 16.17 Uhr: Die ÖBB melden, dass sie in Kritzendorf in der Gemeinde Klosterneuburg trotz Hochwassers und eines massiven Feuerwehreinsatzes Opfer von Kupferdieben geworden sind. Der Diebstahl hat zu Verkehrsbehinderungen geführt, außerdem war in diesem Bereich der Gleiskörper beschädigt und ein Mast unterspült. Der Bahnverkehr wurde am Vormittag nur eingleisig geführt.

  • Niederösterreich, 16.08 Uhr: Die Feuerwehr zieht erneut Zwischenbilanz. Bis Mittwochnachmittag wurden 1.500 Menschen evakuiert bzw. gerettet. 13.700 Hilfskräfte wurden aufgeboten, 1,4 Millionen Sandsäcke mit insgesamt 18.000 Tonnen Sand gefüllt. Mehr als 1.000 Feuerwehren sind seit Freitag mit etwa 3.000 Fahrzeugen ausgerückt, für Pumparbeiten wurden 150 Kilometer Schlauchleitungen verlegt. Bisher wurden drei Feuerwehrleute verletzt. Sie haben Rissquetschwunden erlitten. Die Feuerwehrhäuser in Melk und Gottsdorf (Bezirk Melk) wurden überflutet.

  • Wien, 15.56 Uhr: Der ÖAMTC meldet Totalsperre der A4-Unterführung Stadionbrücke. Betroffen ist damit die Flughafenzufahrt, der Stau reiche bereits kurze Zeit nach der Sperre bis zum Franz-Josefs-Kai. Eine Umleitung erfolge über den Ludwig Kössler Platz.

  • Niederösterreich, 15.38 Uhr: Im Bezirk Korneuburg stehen immer mehr Auspumparbeiten für die Feuerwehren an. Der Damm an der S5 halte, teilte das Bezirkskommando mit. Die Donau hat weiterhin eine leicht steigende Tendenz. Die Abfahrt Stockerau Mitte der Donauuferautobahn (A22) in Richtung Wien musste gesperrt werden.

  • Wien, 15.36 Uhr: Das Hochwasser erreicht seinen Höhepunkt. Weiterhin unter Wasser stehen die Häfen Lobau und Albern. Überschwemmungen gibt es auch im Bereich des Donaukanals, die Uferwege sind zum Teil überflutet. Aus Sicherheitsgründen musste die Stadionbrücke gesperrt werden.

  • Niederösterreich, 15.33 Uhr: Im Bezirk Amstetten sind erste Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser angelaufen. Einige Bewohner können auch wieder in ihre Häuser zurück.

  • Vorarlberg, 15.27 Uhr: Nach Abklingen des Hochwassers zeigt sich das Ausmaß des Schadens. Bei den Versicherungen gehen laufend entsprechende Meldungen ein. Die Vorarlberger Landesversicherung rechnet laut ORF Vorarlberg mit bis zu 1.000 Schadensmeldungen.

  • Niederösterreich, 14.44 Uhr: Der teilweise völlig durchweichte Damm in Theiß nahe Krems erhält eine zweite Schutzwer Franz Resperger. Man sei sich nicht sicher, ob der Damm noch Tage hält. Die Betonleitwände werden noch am Nachmittag angeliefert und auf einer Länge von drei Kilometern als "zweite Verteidigungslinie" dem Damm entsprechend aufgestellt.

  • Slowakei, 14.18 Uhr: Das Donauhochwasser hat vermutlich ein erstes Todesopfer in unserem Nachbarland gefordert. Rettungskräfte bargen die Leiche eines Mannes aus dem Stausee Gabcikovo südöstlich der Hauptstadt Bratislava. Der Mann dürfte ertrunken sein, berichten slowakische Medien.

  • Wien, 13.54 Uhr: Die Wiener Linien unternehmen derzeit verstärkt Kontrollgänge in ihrem U-Bahn-System. Auf der U4-Strecke wurden dabei in einem Kabelraum im Bereich Franz-Josefs-Kai circa 15 Zentimeter Wasser entdeckt. Während dieses beseitigt wurde kam es zu einer rund zehnminütigen Fahrtunterbrechung.

  • 13.44 Uhr: Sieben von neun Donaukraftwerken sowie das Grenzkraftwerk Jochenstein sind wegen des Hochwassers derzeit abgestellt. Die Wehre sind geöffnet, um das Wasser aus den Stauräumen abzuführen. Die Stromversorgung sei dennoch gesichert, versichert der Verbund. Wasserkraftwerke aus anderen Teilen Österreichs würden ausreichend Strom erzeugen, dazu gebe es Wärmekraftwerke als Reserve.

  • Salzburg, 13.13 Uhr: Im Pinzgau werden die verheerenden Wasserschäden beseitigt: Die Hotspots der Aufräumarbeiten sind Taxenbach, Hüttau, Weißbach bei Lofer, Saalfelden, Oberndorf und Zell am See. Viele Gebäude sind nach wie vor nicht bewohnbar. Das Land Salzburg geht davon aus, rund 50 Millionen Euro an öffentlichen Geldern zur Aufarbeitung der Schäden zu benötigen.

  • Niederösterreich, 13.12 Uhr: In Hainburg droht der Bahnhof unterspült zu werden. Das Hochwasser werde unter das Bahnhofsgebäude gedrückt, so Johannes Dietrich vom Bezirkskommando.

  • 13.07 Uhr: Regionale Behörden sind die erste Anlaufstelle für Betroffene der Hochwasserkatastrophe. Zuständig für Katastrophenhilfe sind nämlich die Länder. Erste Erhebungen finden in der Regel auf den Gemeindeämtern statt. Der Schaden sollte unbedingt fotografisch dokumentiert werden. In Salzburg liegen zum Beispiel "Erhebungsbögen" bereit. Abgegolten werden in der Regel etwa 30 Prozent des Schadens.

  • Niederösterreich, 13.05 Uhr: In Ebensee (Bezirk Gmunden) stehen noch immer zehn Häuser unter Wasser, 14 Personen können laut Feuerwehrangaben nicht nach Hause. Sorgen bereitet den Einsatzkräften vor allem Heizöl, das aus vielen Gebäuden austritt. Die Häuser dürften noch mindestens eineinhalb Wochen nicht betretbar sein.

  • Wien, 12.59 Uhr: Auch in der Bundeshauptstadt werden bereits die Aufräumarbeiten geplant. Betroffen sind neben den Wiener Hafenanlagen vor allem die Lokale im Überschwemmungsgebiet der Neuen Donau. Laut Norbert Weber, Generalpächter der Copa Cagrana, seien vor allem die Schlammmassen das Problem. Man müsse mit den Arbeiten beginnen, sobald das Wasser abfließe, ansonsten werde der Schlamm zu fest.

  • 12.58 Uhr: "Wir werden die Bauern sicher nicht im Regen stehen lassen", kündigt Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich an und verspricht vom Hochwasser betroffene Agrarbetriebe zu unterstützen. Konkrete Zahlen könne Berlakovich aber nicht nennen, da ein Großteil der betroffenen Flächen noch nicht begehbar sei. Erst wenn der Schaden erhoben werden kann, könne man Hilfsmaßnahmen in die Wege leiten.

  • 12.55 Uhr: Die derzeitigen Überflutungen dürften in den kommenden Monaten eine weitere unangenehme Folge nach sich ziehen: Eine Gelsenplage steht ins Haus. Der Ökologe Bernhard Seidel prognostiziert "Wolkenschwärme" von Überschwemmungsgelsen. Seidel meint, die Population könnte den Durchschnitt sogar um das Zehnfache übersteigen. Eine Folge dieser Plage seien vermehrte Übertragungen von Viren auf den Menschen.

  • Niederösterreich, 12.27 Uhr: Damit die Aufräumarbeiten so schnell wie möglich vorangehen, sollen Arbeitslose nun entgeltlich mithelfen können. Vor allem Männer im Alter von 20 bis 24 Jahren seien gefragt, so LH-Stellvertreter Wolfgang Sobotka und der niederösterreichische AMS-Chef Karl Fakler. Maximal zwei Monate lang können die Arbeitslosen im Hochwassergebiet tätig sein. Sie sollen einen Bruttolohn von 1.700 Euro pro Monat erhalten.

  • Niederösterreich, 12.09 Uhr: Der Pegel in Korneuburg ist am Mittwoch höher als bei der Flut im August 2002. Laut dem Land Niederösterreich werden zurzeit 7,97 Meter gemessen. Im Jahr 2002 wurden 7,89 als Höchstwert aufgezeichnet.

  • Oberösterreich, 12.09 Uhr: "Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen", meint Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer und kündigt Soforthilfen in Höhe von zehn Millionen Euro aus dem Katastrophenfonds an.

  • 11.52 Uhr: Bundesbediensteten, die für Freiwilligenorganisationen im Hochwassereinsatz tätig sind, wird ein Sonderurlaub gewährt. Einen entsprechenden Erlass kündigt Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek an. Der Sonderurlaub könne mehrere Tage und sogar Wochen beansprucht werden, das Gehalt wird weiterhin ausbezahlt.

  • 11.42 Uhr: Das Hochwasser reißt zwar ein großes Loch ins Börserl der vielen Betroffenen, für das Wirtschaftswachstum werde sich die Katastrophe aber positiv auswirken, da "die Schäden behoben werden müssen", meint Ulrich Schuch vom Wirtschaftsforschungsinstitut EcoAustria. Er geht davon aus, dass die Wirtschaftsleistung wegen der Überschwemmung heuer und im kommenden Jahr in Summe um 0,25 bis 0,5 Prozent höher ausfallen werde.

  • Oberösterreich, 11.24 Uhr: Der Attersee ist für die Schifffahrt gesperrt. Die Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck habe die Maßnahme getroffen, nachdem neugierige Zuseher in privaten Motorbooten die Einsatzkräfte behindert hätten. Da durch Motorboote ein großer Wellenschlag verursacht werde, sei es zudem bereits zu Schäden an überfluteten Häusern gekommen. Der Linienverkehr sei aufgrund von Treibgut im See ebenfalls eingestellt worden. Das Schifffahrtsverbot gilt voraussichtlich bis 11. Juni.

  • Oberösterreich, 11.23 Uhr: Der Pegel in Schärding habe beinahe wieder den Normalstand erreicht, sagt Michael Hutterer von der Feuerwehr Schärding. In einigen Stadtteilen könne die Infrastruktur bis zum Abend wieder weitgehend hergestellt werden, in der Innenstadt und Altstadt dürfte die Aufarbeitung aber noch Tage dauern.

  • Niederösterreich, 11.17 Uhr: Der Damm bei Theiß nahe Krems wird die Helfer wohl noch tagelang beschäftigen. Der Erddamm sei völlig aufgeweicht, meint Franz Resperger vom Landesfeuerwehrkommando. Das Problem sei insbesondere der anhaltend hohe Wasserstand der Donau, wodurch der Damm weiter durchtränkt werde.

  • Wien, 11.12 Uhr: Das Hochwasser in der Bundeshauptstadt erreicht gerade seinen Höhepunkt. Laut der Wiener Gewässerabteilung MA 45 liegt der für Wien relevante Donaupegel Korneuburg derzeit bei 7,93 Metern. Die Werte der Flut von 2002 (7,89 Meter) wurden damit übertroffen. Die MA 45 prognostiziert für die nächsten Stunden einen gleichbleibenden Pegel, danach eine Entspannung der Lage, auch in den unter Wasser stehenden Häfen Lobau und Albern. Laut aktuellen Berechnungen wird der Donaupegel Korneuburg in den nächsten 48 Stunden auf rund 7,35 Meter zurückgehen. Überschwemmungen gibt es weiterhin im Bereich des Donaukanals. Die unmittelbaren Uferwege sind zum Teil überflutet, für Fußgänger ist besondere Vorsicht geboten.

  • Deutschland, 10.14 Uhr: Rund 90 Prozent der Haushalte in Passau bekommen wieder Trinkwasser, die Versorgung der restlichen Bewohner soll im Laufe des Tages erfolgen. Die Trinkwasserversorgung musste aufgrund einer befürchteten Verunreinigung gekappt werden. Laut Angong> Es gibt weiterhin zahlreiche Straßensperren quer durch Österreich. Der ÖAMTC meldet unter anderem, dass die Donau Straße (B3) auf einer Länge von 85 Kilometern nicht befahrbar ist. Ebenfalls gesperrt ist die Nibelungen Straße (B130) zwischen Passau und Schlögen. Weiterhin unpassierbar bleiben die B25 in Ybbs, die B1 und B33 in Melk und die B35 bei Krems. In Salzburg ist die B311 zwischen Taxenbach und St. Georgen neuerlich gesperrt, soll aber voraussichtlich zu Mittag wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die B99 bei Hüttau bleibt blockiert. In Wien gab es durch die Sperre der Stadionbrücke hohe Zeitverluste im Frühverkehr, vor allem auf der Ostautobahn (A4), den A23-Abfahrten beim Knoten Prater und Handelskai sowie am Handelskai selbst.

  • Niederösterreich, 9.49 Uhr: Eine "leichte Entspannung" meldet das Magistrat der Stadt Krems-Stein. Die Sicherungsmaßnahmen bleiben dennoch aufrecht. Vor allem der Bereich des Gewerbeparks Krems verlange aufgrund des Rückstaus der Donau intensive Sicherungsmaßnahmen. Das Bauwerk wurde bereits durch Sandsäcke beschwert und erhöht.

  • Oberösterreich, 8.25 Uhr: Die Pegelstände der Donau sind in der Nacht auf Mittwoch zwar gesunken, von Entspannung wollen die Einsatzkräfte aber noch nicht sprechen. Während im Innviertel und im Salzkammergut bereits mit den Aufräumarbeiten begonnen wurde, steht entlang der Donau das Wasser dafür noch zu hoch. Hier heißt es weiterhin abwarten. In den vergangenen Tagen waren rund 26.000 Feuerwehrleute im gesamten Bundesland im Einsatz. Mehr als 220 Menschen und 2.600 Tiere wurden vor dem Hochwasser gerettet, über 500 Menschen aus ihren Häusern evakuiert.

  • Niederösterreich, 8.16 Uhr: Der Damm entlang des Kremsflusses bei Theiß ist durch einen sogenannten hydraulischen Grundbruch gefährdet, erklärt das Bezirksfeuerwehrkommando Krems. Es sei nicht auszuschließen, dass das Schutzwerk "versetzt wird und bricht". Man sei aber zuversichtlich, den Erddamm halten zu können, sagt Franz Resperger, Sprecher des Landeskommandos.

  • Niederösterreich, 7.55 Uhr: Korneuburg meldet einen Pegel von 7,92 Metern. Der Wert liegt damit bereits über jenem vom Jahr 2002 (7,89 Meter). Die Tendenz ist weiter steigend. Der Hydrografische Dienst erwartet im Laufe des Tages etwa acht Meter. In Wildungsmauer östlich von Wien sind in der Früh 8,37 Meter gemessen worden. Der Scheitel sollte in der Nacht auf Donnerstag erreicht werden. Prognose: 8,62 Meter (2002: 8,84 Meter).

  • Niederösterreich, 7.40 Uhr: Die Pegelstände an der Donau fallen, zumindest in einigen Gebieten. Die Höchststände in Ybbs und in Kienstock in der Wachau wurden in der Nacht erreicht. Von Entwarnung kann jedoch noch keine Rede sein. Der Pegel in Kienstock stieg letztlich bis auf 10,78 Meter. Das waren lediglich 15 Zentimeter weniger als beim August-Hochwasser 2002 - damals betrug der Wert 10,93 Meter. In Ybbs wurden 9,34 Meter als Höchststand gemessen (2002: 9,48 Meter).

  • Niederösterreich, 7.13 Uhr: Seit den frühen Morgenstunden wird um den Erhalt eines Dammes in Theiß bei Krems gekämpft. Das Schutzwerk ist laut Feuerwehrsprecher Franz Resperger massiv unterspült. Eine Hundertschaft an Helfern, Feuerwehren und das Bundesheer stehen im Einsatz. Mit Tausenden Sandsäcken und Grädermaterial (Kleinschotter) wird alles unternommen, um den etwa 800 Meter langen Damm abzudichten. Laut Resperger sind vier Ortschaften gefährdet. Den Bewohnern von Theiß, Altweidling, Schlickendorf und Donaudorf, Katastralgemeinden von Gedersdorf im Bezirk Krems, sei gegen 3 Uhr mitgeteilt worden, sich auf eine Evakuierung vorzubereiten. Es handle sich um mehr als 2.000 Menschen.

  • Oberösterreich, 4.18 Uhr: Eine positive Nachricht kommt vom oberösterreichischen Hochwasserbrennpunkt Grein. In den vergangenen zwei, drei Stunden ist der Pegelstand leicht gesunken - auf zuletzt 14,29 Meter kurz vor 4 Uhr. Auch die Stände in Schärding, Linz und Mauthausen sind weiter rückläufig.

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Dienstag, 31. März 2020
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