Es ist schon fast zur Glaubensfrage geworden: Elektro oder Verbrenner? Da wird das Kilometergeld erhöht, aber gleichzeitig das Pendlerpauschale als überholt und zu teuer diskutiert. VP-Landesgeschäftsführer Florian Hiegelsberger ist jedenfalls „Team Verbrenner“ und untermauert sein Plädoyer mit aktuellen Zahlen.
„Österreich sei „das Autoland schlechthin“, machte Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) dem Verbrennermotor schon vor gut eineinhalb Jahren die Mauer. Daran hat sich seither nichts geändert – und wohl auch nicht daran, dass die ÖVP die Autofahrer-Partei schlechthin sein möchte – nun auch in Oberösterreich. Da bejubelt ÖVP-Landesgeschäftsführer Florian Hiegelsberger zum einen, dass das Kilometergeld mit 1. Jänner auf 50 Cent erhöht wird.
Fast 70 Euro pro Monat mehr
Zum anderen warnt er die Koalitionsverhandler in Wien, konventionelle Autofahrer künftig zu schröpfen – sprich, die Treibstoffpreise weiter in die Höhe zu treiben oder das Pendlerpauschale zu streichen. Derartiges trage nämlich nicht dazu bei, den Verkehr einzudämmen: Laut einer aktuellen Erhebung für OÖ sei der Preis für Diesel zwischen 2012 und 2022 um 29, jener für Benzin um 18 Prozent in die Höhe geschnellt. Zahlen der Statistik Austria weisen aus, dass ein oö. Haushalt für die gleichen Verkehrsleistungen derzeit monatlich um 69,50 Euro bzw. 22,9 Prozent mehr zahlt als vor Ausbruch der globalen Krisen im Jahr 2019.
Mehr und weitere Fahrten
„Gleichzeitig ist aber auch die Anzahl der täglichen Autofahrten in OÖ um 11,6 Prozent gestiegen, die dabei zurückgelegte Wegstrecke sogar um 27,1 Prozent“, sagt Hiegelsberger. Sein Fazit: „Verteuerungen bei Treibstoffen schlagen voll auf die Geldtaschen durch, entlasten Umwelt und Klima aber kaum.“ Die Zustimmung einer breiten Klientel dürfte ihm sicher sein: Der Anteil konventioneller Verbrennermotoren in OÖ liegt bei 92,7 Prozent.
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