Anführer bestätigt:

Hisbollah hat Versorgungsweg über Syrien verloren

Ausland
15.12.2024 10:15
Porträt von krone.at
Von krone.at

Schon während der Herrschaft von Präsident Bashar al-Assad hat Israel immer wieder Luftschläge auf Versorgungsrouten der schiitischen Terrormiliz Hisbollah in Syrien durchgeführt. Mit dem Sturz des Langzeitmachthabers und den Dutzenden Angriffen auf wichtige militärische Einrichtungen des Landes hat Israel offenbar einen weiteren Erfolg gegen die Hisbollah erreicht.

Denn nach den Worten des Hisbollah-Chefs Naim Qassem ist nun der Versorgungsweg für Waffen in den Libanon vollkommen weggebrochen. „Die Hisbollah hat den militärischen Versorgungsweg verloren“, sagte Qassem in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache. Das sei aber nur „ein kleines Detail“ im weiteren Kampf gegen Israel. Die Miliz sei „flexibel“, wichtig sei die „Kontinuität“.

Naim Qassem neben einem Bild seines ermordeten Vorgängers Hassan Nasrallah
Naim Qassem neben einem Bild seines ermordeten Vorgängers Hassan Nasrallah(Bild: APA/AFP/Al-Manar)

Der Iran war der zuvor wichtigste Unterstützer der Hisbollah und versorgte die stark bewaffnete Miliz unter anderem über den Landweg durch Syrien mit Waffen. Der Sturz Assads in Syrien, der ebenfalls mit Teheran verbündet war, ist deshalb auch ein schwerer Rückschlag für den Iran im Kampf gegen den erklärten Erzfeind Israel.

Hisbollah hofft auf gute Kontakte zur Rebellenallianz
Nun versucht die Hisbollah, gute Kontakte zur neuen Führung in Damaskus zu knüpfen. Mit Blick auf die von Islamisten angeführte Rebellenallianz in Syrien sagte Qassem: „Wir hoffen, dass die neue Herrschaft in Syrien Israel als Feind betrachten und die Beziehungen zu diesem nicht normalisieren wird.“ Man werde aber kein Urteil über die Gruppe bilden, bevor diese klare Positionen bezogen habe.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
15.12.2024 10:15
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung