Ehe Max Verstappen in Kigali seine Weltmeister-Trophäe entgegennehmen durfte, ging es für den vierfachen Champion erst einmal zur gegen ihn verhängten Sozialarbeit.
Red-Bull-Teamchef Chris Horner und seine Frau Geri Halliwell waren nach Ruanda mitgereist, auch Max Verstappens schwangere Herz-Dame Kelly Piquet flog hin. Um bei der Übergabe der Trophäe an den vierfachen Formel-1-Weltmeister im Rahmen der FIA-Gala in Kigali dabei zu sein. Sergio Pérez, im Vorjahr bei der Ehrung in Baku noch mit von der Partie, hatte dort diesmal nichts verloren. Er hat Red Bull Racing die Konstrukteurs-WM gekostet, eigentlich sollte diese Woche ja noch seine Zukunft bzw. sein Abschied verlautbart werden.
F-Wort in Singapur
Bevor es für Verstappen in Kigali mit Smoking und Fliege auf die Bühne ging, fuhr er salopp im T-Shirt gekleidet zur Verbüßung seiner Strafe für das „F-Wort“ bei der Pressekonferenz in Singapur: Max war von der FIA dazu verdonnert worden, im Rahmen der Gala „Sozialarbeit“ mit Jugendlichen aus Ruanda zu verrichten. Er hatte sichtlich Spaß dabei, vor den Teenagern im ehemaligen Bürgerkriegsland zu reden. Obwohl FIA-Präsident Mohammed Bin Sulayem höchstpersönlich zur „Aufsicht“ mitkam.
Letzterer hatte die Farce um Kraftausdrücke der Fahrer losgetreten und sich damit nicht nur Verstappens Zorn zugezogen. Von Meinungsfreiheit hält der Weltverbands-Chef offenbar ähnlich viel wie Ruandas Langzeit-Präsident Paul Kagame, der sogar den Pokal an den F1-Weltmeister übergeben durfte. Schließlich hat sein Land sich offiziell für einen Grand Prix beworben, neben Kigalis geplantem neuem Flughafen soll eine Rennstrecke entstehen. Damit Afrika, wo die Formel 1 letztmals im südafrikanischen Kyalami 1993 gastierte, wieder auf der F1-Landkarte aufscheint.
Österreich war bei der FIA-Gala in Kigali auch vertreten: Oscar Wurz – jüngerer Bruder von Formel-3-Pilot Charlie – erhielt den Preis für den Gewinn der zentraleuropäischen Formel-4-Meisterschaft, der 17-Jährige wurde von Papa Alex begleitet.
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