230 Tote bei Unwettern

Königspaar bei Gedenkmesse in Valencia

Royals
10.12.2024 08:01
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach den verheerenden Unwettern in Spanien haben Hunderte Menschen in Valencia der Toten gedacht. In der Kathedrale der Mittelmeermetropole fand ein Trauergottesdienst statt, an dem auch das spanische Königspaar teilnahm. Mehr als 400 Familien der Opfer kamen zusammen, um gemeinsam mit dem Erzbischof von Valencia, Enrique Benavent, Abschied zu nehmen.

Alleine 222 Menschen waren in der Region Valencia bei dem sogenannten Jahrhundert-Wetter vom 29. Oktober ums Leben gekommen, weitere acht in den Regionen Kastilien-La Mancha und Andalusien.

Applaus und Protestrufe für Felipe und Letizia
König Felipe VI. und Königin Letizia wurden um kurz vor 19 Uhr bei ihrer Ankunft an der Kathedrale mit Applaus und „Es lebe der König“ begrüßt, aber auch mit einigen Protestrufen, wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtete.

Felipe und Letizia
Felipe und Letizia(Bild: APA/AFP/POOL/Kai FOSTERLING)

Während eines ersten Besuches in dem besonders schlimm getroffenen Ort Paiporta nahe Valencia Anfang November hatten wütende Menschen das Königspaar mit Schlamm beworfen, ein weiterer Besuch in dem Ort Chiva Mitte November war dann friedlich verlaufen. Nach dem Trauergottestdienst wollte das Königspaar noch mit Hinterbliebenen zusammenkommen, berichtete der Staatssender RTVE während einer Liveübertragung.

Die Königin wurde von der empörten Menge mit Schlamm beworfen.
Die Königin wurde von der empörten Menge mit Schlamm beworfen.(Bild: AP/David Melero)

Menschen weiter empört
Viele Menschen sind weiter empört über die ihrer Meinung nach zu späte Warnung vor den Unwettern und zu langsam angelaufene Hilfe in vielen der etwa 80 betroffenen Orte westlich und südlich von Valencia. Ihr Protest richtet sich gegen Valencias Regionalpräsident Carlos Mazón, der ebenfalls am Trauergottesdienst teilnahm, aber auch an Spaniens Regierung in Madrid. Bei zwei Großdemonstrationen in Valencia waren Zehntausende Menschen auf die Straße gegangen.

Viele Orte sind weiter schwer von den Überschwemmungen gekennzeichnet, teilweise funktionieren Strom und Heizung nicht, viele Schulen sind zudem nicht nutzbar.

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