„Ich hab’s gar nicht berührt“, sagt die Vöcklabrucker Schuldirektorin Regina Aigner. In ihrer Mittelschule wurde, wie berichtet, eine skelettierte Babyleiche gefunden. Sie schlug Alarm, auch weil ihr der pietätvolle Umgang mit dem grausigen Fund wichtig ist. Woher das Relikt stammt, ist noch ungeklärt.
„Das Baby-Skelett war in einer Holzkiste mit Deckel, wie in einem Sarg. Als ich in den Keller gerufen worden bin, war mir klar, ich muss die Gemeinde, die Polizei und meine Vorgesetzten verständigen“, sagt Regina Aigner. Sie ist seit zwei Jahren Leiterin der Mittelschule für Sport und Integration (SIMS) in Vöcklabruck.
Bei Umräumarbeiten war der grausige Fund gemacht worden, der „Krone“-Bericht darüber war das Wochenende über bundesweit Thema. Unklar ist weiterhin, woher das tote Kind stammt und wie lange es schon im Jenseits ist. „Ich hab’s gar nicht berührt“, gesteht Aigner, die das Knochenkind dennoch genau unter die Lupe nahm: „Die Fontanelle war noch nicht geschlossen, und auch die Hüften wirkten noch nicht völlig ausgebildet. Es dürfte also wirklich ein kleines Baby gewesen sein.“
Nachsatz: „Wir gehen davon aus, dass es früher als Lehrmaterial benutzt worden ist. Früher war man bei solchen Dingen nicht so empfindlich. Mir ist ein pietätvoller Umgang wichtig.“
Und dann kommt das BU-Kabinett dran
Als Nächstes würde in der 116 Jahre alten ehemaligen Knaben-Hauptschule die Durchforstung des Biologie-Kabinetts anstehen, Aigner will vorher aus verständlichen Gründen eine Entrümpelungspause einlegen: „Ich glaube, dass es in vielen älteren Schulen wie der unseren Überraschungen gibt, wenn man genauer nachschaut.“
Die rund 48 Lehrer wurden gebeten, die 300 Schüler am Montag zu informieren, auch die Eltern wurden verständigt.
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