Seit vielen Jahren wird schon über eine Therme am Klopeiner See gesprochen. Während die Gemeinde selbst einen Standort nördlich des Sees vorzieht, gibt es jetzt ein konkretes Projekt in der Ostbucht. Am Donnerstag wurde dafür der Umwidmungsantrag eingereicht.
„Mit diesem Projekt gewinnt Kärnten an Begehrlichkeit“, betont Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig. „Für 180 Millionen könnte in der Ostbucht eine Anlage mit einer Therme plus zwei Hotelblöcken entstehen.“ Am Donnerstag wurde von den steirischen Investoren WEGRAZ ein entsprechender Umwidmungsantrag eingebracht.
Keine Zweitwohnsitze über Hintertür
Und diese Umwidmung adressiert auch direkt eine der Befürchtungen, die gegen dieses Projekt vorgebracht wurden. „Es werden hier keine Zweitwohnsitze entstehen, denn die Widmung soll für ein reines Kurgebiet sein“, erklärt Schuschnig. „Vonseiten des Landes kann ich beim Verfahren unsere volle Unterstützung versprechen – am Land wird die Widmung nicht scheitern.“ Schuschnig betont, dass das Zeitfenster genutzt werden muss: „Es ist ein auch Signal an andere Investoren.“
44 Millionen Euro Wertschöpfung
Schon im Vorfeld wurde eine Raumverträglichkeitsanalyse erstellt und besonderer Fokus auf die Wertschöpfung gelegt. „Für die Gemeinde würde dieses Projekt viel Geld bringen. Es sind direkte und indirekte Mehreinnahmen bei der Kommunalsteuer von über einer Million Euro zu erwarten“, so Andreas Kristen, Vorstandsvorsitzender des Tourismusverbands. „Bei der Ortstaxe könnten bis zu 400.000 Euro bei Vollauslastung fließen.“
Wenn man dieses Projekt hier nicht jetzt durchführt, dann gefährdet man eine mögliche Therme für die gesamte Region.
Landesrat Sebastian Schuschnig
Insgesamt wird die mögliche Wertschöpfung auf rund 44 Millionen Euro (davon bis zu 70 Prozent in der Region selbst) geschätzt, fast 1200 zusätzliche Arbeitsplätze könnten entstehen. „Ein Thermengast, der im Hotel übernachtet, gibt pro Tag 251 Euro aus“, so Kristan. Nun ist die Gemeinde St. Kanzian am Zug, denn sie entscheidet über das Umwidmungsverfahren.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.