Am 8. Mai wurden laut der Internetausgabe der "Southeast European Times" im Rahmen der fortgeführten Operation "Dirigent" in Mazedonien fünf Verdächtige verhaftet. Seither sei die Zahl der Festnahmen bei dieser jüngsten Aktion auf insgesamt 13 angestiegen.
69 Festnahmen in Wien im Jahr 2010
Beim großen Schlag im Jahr 2010 waren in Wien über mehrere Monate hinweg 69 Personen festgenommen worden (Bericht siehe Infobox), in Deutschland waren es 300. Auch für Hintermänner in Mazedonien klickten damals die Handschellen: 29 Verdächtige schnappte die Exekutive in den Städten Skopje, Veles, Sveti Nikole und Gevgelija.
Die Hoffnung, der Gruppierung damit den Garaus gemacht zu haben, wurde jedoch nur wenige Monate später bereits wieder zerstört: Der Ring stellte sich neu auf, veränderte seine Struktur und führte seine Drogengeschäfte weiter fort. Es folgten erneut über 50 Festnahmen sowie die Sicherstellung von Heroin und hohen Geldbeträgen. Die Polizei setzte ihre Ermittlungen fort und kämpfte weiter gegen die wieder erstarkte Drogenbande.
"Dirigent" auf Drogenhandel spezialisiert
Die Operation "Dirigent" wurde gemeinsam von mazedonischen, deutschen und österreichischen Polizeibehörden ins Leben gerufen. Die Vereinigung ist auf Drogenhandel sowie das Waschen der Erträge über mazedonische Bankkonten spezialisiert.
Der Kriminalexperte Vladimir Pivovarov von der privaten Fon-Universität in Skopje bezeichnete Polizeikooperationen wie "Dirigent" als Signal der Einheit im Kampf gegen das organisierte Verbrechen. "Die mazedonische Polizei assistiert hier der österreichischen und deutschen Polizei. Die Beweise gegen die festgenommenen Personen in diesem Fall kommen großteils aus Deutschland und Österreich", führte Frosina Remenski, Professor an der Abteilung für Sicherheitsstudien, laut "Southeast European Times" weiter aus.
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