43 Tage vor Bürgermeisterwahl in Linz wird die Liste der Forderungen der Spitzenkandidaten immer länger. Die ÖVP drängt auf eine Zuwanderungsbremse und ein Limit von maximal 500 neuen Linzern pro Jahr. Die FPÖ sieht die dringende Notwendigkeit für ein Comeback der Hausmeister in den Wohnanlagen.
Sechs Wochen vor der Bürgermeisterwahl am 12. Jänner laufen die Kandidaten mit der Überbringung ihrer Botschaften heiß. ÖVP-Stadtvize Martin Hajart fordert nun „eine geregelte Zuwanderung von 500 Personen pro Jahr“. Aktuell seien es jährlich mehr als 1800 neue Linzer. „Die großen Fluchtbewegungen der letzten Jahre stellen die Städte vor immer größere Herausforderungen. Vieles ist im Zusammenhang mit dem steten Zuzug von Nichtösterreichern längst nicht mehr im Lot“, verweist Hajart auf die Schülerzahlen.
Steuerung durch Raumplanung
In den Linzer Pflichtschulen hätten von 13.226 Schülern 8574 eine nicht-deutsche Muttersprache. „Linz verliert einerseits österreichische Familien ans Umland, wächst andererseits durch Migranten“, so Hajart. Die Zuwanderungsbremse solle über die städtische Raumplanung und Wohnbaupolitik gesteuert werden.
Mehr Sicherheit durch Hausmeister
Die ÖVP-Vorstellungen unterscheiden sich kaum von denen vieler FP-Politiker. Der blaue Bürgermeisterkandidat Michael Raml regt aber ein weiteres Thema an: „Zunehmende Vermüllung, Lärmbelästigung und Vandalismus in Wohnanlagen sind Probleme, die die Lebensqualität vieler stark beeinträchtigen. Wir brauchen dringend wieder mehr Ordnung und Sicherheit in unseren Wohnvierteln. Deshalb fordere ich die Rückkehr der Hausmeister“, so der Freiheitliche.
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