Jobabbau, Produktionsstopp, Liquiditätsbedarf, Restrukturierung – diese Schlagwörter sind derzeit untrennbar mit Motorradhersteller KTM verbunden, der in der Krise steckt. Die Pierer Mobility AG ist unter Hochdruck dabei, eine Finanzierung aufzustellen. Ein Name fällt dabei immer wieder: Mark Mateschitz. Eine Verbindung, die Pierer Mobility aber dementiert.
Seit Mark Mateschitz eine Gesellschaft mit Stefan Pierer gegründet hat und diese wiederum in das neu gegründete Robau-Konsortium einbringen wird, um hier im ersten Schritt gemeinsam mit zwei Gesellschaften der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich bei Rosenbauer einzusteigen und im zweiten Schritt die Mehrheit am Feuerwehrausstatter zu übernehmen, ist klar, dass das Herz des Red-Bull-Erben auch für die Industrie schlägt.
Mit dem Einstieg beim Unternehmen in Leonding (Oberösterreich) wolle man die Arbeitsplätze in Österreich sichern – ein ganz starkes Zeichen in Zeiten der zunehmenden Abwanderung von Firmen aus der Alpenrepublik und Europa, weil diese aufgrund der gestiegenen Lohn- und Produktionskosten immer weniger wettbewerbsfähig sind.
Jetzt wurde Mateschitz auch als heiße Aktie bei der Pierer Mobility AG gehandelt, die „Salzburger Nachrichten“ berichteten von konkreten Hinweisen. Der Motorradhersteller aus Mattighofen (OÖ), in diesem Fall die KTM AG, ist in finanzieller Schieflage, hat einen dringenden Liquiditätsbedarf in Höhe eines dreistelligen Millionenbetrags. Die Verhandlungen mit Finanzgläubigern und potenziellen Investoren laufen auf Hochtouren.
Die Verhandlungen und Überlegungen befinden sich in einem frühen Stadium. Daher können über den Ausgang der Verhandlungen, die Konditionen und den Umfang einer zusätzlichen Finanzierung noch keine konkreten Aussagen getroffen werden.
Die Pierer Mobility AG über die Gespräche zur notwendig gewordenen Überbrückungsfinanzierung
„Es gibt keine Gespräche“
Wie die Lösung am Ende aussieht, ist derzeit noch offen. Mark Mateschitz soll aber keine Rolle darin spielen, betont jedenfalls die Pierer Mobility AG. „Es gibt keine Gespräche über den Einstieg von Mark Mateschitz bei der Pierer Pierer Mobility und KTM“, ließ das Unternehmen Freitagmittag wissen.
300 Arbeiter müssen gehen
Unabhängig vom Ausgang der Gespräche wurden bereits Maßnahmen beim Personal gesetzt: 300 Arbeiter in der Produktion müssen gehen, auch in der Verwaltung wird der Sparstift angesetzt. Die Motorrad-Montage wird im Jänner und Februar komplett still gelegt, in dieser Zeit nehmen alle Beschäftigten eine Gehaltsreduktion in Kauf und werden wie bei einer 30-Stunden-Woche verdienen.
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