Der Konsum von Fleisch ist in Österreich leicht rückläufig, 2023 wurde im Vergleich zu 2018 etwa zehn Prozent weniger Fleisch verzehrt. Der Trend geht in die richtige Richtung, aber laut aktuellen Ernährungsempfehlungen essen die Österreicher immer noch rund fünfmal mehr Fleisch, Schinken, Wurst und Co. als empfohlen.
Zum vierten Mal seit 2020 hat Greenpeace das Angebot an Schweinefleisch in den österreichischen Supermärkten hinsichtlich der Haltungskriterien untersucht. Für den letzten Marktcheck 2024 wurde ausschließlich Frischfleisch herangezogen, das weder mariniert noch gemischt in den Verkauf gelangt.
Nur rund ein Prozent des Fleisches ist biologisch
Positiv am heurigen Ergebnis ist der gestiegene Anteil an Fleisch aus besserer Tierhaltung. Der Anteil ist im Vergleich zu 2023 von 4,6 Prozent auf 7,3 Prozent gestiegen – ein Wachstum von 58 Prozent. Die Kehrseite ist laut Greenpeace jedoch, dass nur rund ein Prozent davon biologisch ist.
Vollspaltenböden traurige Realität
In herkömmlichem Schweinefleisch steckt meistens gewaltiges Tierleid. Über 90 Prozent der Schweine in Österreich leben eng zusammengepfercht auf hartem Vollspaltenboden, ohne Stroh und ohne Zugang zu Frischluft. Dabei möchte eigentlich wirklich niemand Tierleid auf dem eigenen Teller haben“, so Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace.
Bessere Tierhaltung ist aber leider die Ausnahme in der Schweinezucht.
Den größten Anteil an Schweinefleisch aus besserer Haltung hat Billa Plus.
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