Eine missglückte Wehrspülung vernichtete im Mai 2023 fast den gesamten Forellenbestand in der Sill bei Innsbruck. Jetzt wird der Schaden repariert. Und auch verheerende Spülungen will der Kraftwerksbetreiber künftig tunlichst verhindern.
Im Mai 2023 kam es durch eine missglückte Wehrspülung in einem IKB-Kraftwerk zu einer folgenschweren Sedimentwelle, die den Bestand an heimischen Bachforellen schwer geschädigt hat.
Nach diesem Vorfall haben sich die Verantwortlichen der Kommunalbetriebe und die Experten des Tiroler Fischereiverbandes an einen Tisch gesetzt und zwei Fragen diskutiert: Wie kann ein nachhaltiger Wiederaufbau des Bachforellenbestandes bestmöglich umgesetzt werden und wie können ähnliche Vorfälle in Zukunft vermieden werden?
Wir haben großes Interesse an möglichst intakten Gewässern und unterstützen deshalb in den nächsten Jahren den Aufbau eines Bestandes an Bachforellen.
Helmuth Müller, Vorstandsvorsitzender der Innsbrucker Kommunalbetriebe
Gemeinsam mit Fischereiverband Konzept erarbeitet
„Vorkommnisse wie im Mai 2023 sind nicht in unserem Sinne“, betonte Helmuth Müller, Vorstandsvorsitzender der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG. „Wir haben großes Interesse an möglichst intakten Gewässern und unterstützen deshalb in den nächsten Jahren den Aufbau eines Bestandes an Bachforellen.“ Dies übernimmt federführend der Tiroler Fischereiverband.
Neues Leben für den Gebirgsfluss
Landesobmann Andreas Schiechtl erläutert die Methode: „Zum einen werden Setzlinge – also noch jüngere Bachforellen – unterschiedlicher Größenklassen ausgewildert, zum anderen werden die Experten einen Eibesatz (Cocooning und Artificial Nests Methode) durchführen. Dabei werden Bachforelleneier im Gewässergrund vergraben, man imitiert sozusagen eine natürliche Laichgrube der Bachforelle.“
Kraftwerksspülungen sollen in Hinkunft schonender und soweit als möglich ökologisch verträglich erfolgen, wurde betont.
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