Ozzy Osbournes Ehefrau, Sharon Osbourne, erhebt nach dem tragischen Tod von One-Direction-Star Liam Payne in Buenes Aires schwere Vorwürfe gegen die Musikindustrie und schließt sich selbst dabei nicht aus. Der 31-Jährige sei im Stich gelassen worden!
Osbourne, die selbst als Jurorin bei „The X Factor“ tätig war – der Show, in der Payne 2010 mit One Direction den internationalen Durchbruch feierte – drückte auf Instagram ihre Bestürzung über dessen schockierenden Tod aus: „Liam, mein Herz schmerzt. Wir alle haben dich im Stich gelassen. Wo war die Branche, als du sie brauchtest? Du warst noch ein Kind, als du in eine der härtesten Branchen der Welt eingestiegen bist.“
Die 72-Jährige schiebt damit auch der Musikindustrie und deren Härte eine Mitschuld am Tod des Musikers zu, der kurz vor dem fatalen Sturz vom Balkon eines Hotes in Buenos Aires von seinem Label gekündigt worden sein soll. Die Polizei untersucht derzeit noch die Umstände seines Todes. Payne soll, möglicherweise von Drogen benebelt, bewusstlos gewesen sein, als er in den Innenhof fiel und sich tödliche Verletzungen zuzog.
Osbourne selbst nimmt sich aus der Verantwortung nicht heraus. Sie kennt durch ihren Ehemann und durch ihre Shows im Fernsehen die Szene wie keine andere.
Fürsorgepflicht gefordert
Und Sharon Osbournes Worte reihen sich ein in die Kritik anderer prominenter Stimmen. Boyzone-Sänger Mikey Graham forderte auf der Plattform X (ehemals Twitter) strengere Richtlinien zum Schutz junger Künstler: „Ich denke, es wäre ein kluger Schachzug für Plattenfirmen, in seinem Gedenken von nun an Psychologen parat zu haben, als Fürsorgepflicht für die Verletzlichkeit ihrer jungen Talente. Ruhm kann sehr schädlich sein, besonders in der heutigen Welt. Viel Geld. Niemand, der hilft. Viele Ja-Sager. Niemand, der ehrlich ist.“
Ruhm und Alkoholprobleme
Payne hatte bereits in jungen Jahren mit Alkoholproblemen zu kämpfen. In einem früheren Interview berichtete er von den Belastungen durch den Ruhm und davon, wie er sich oft in Hotelzimmern isoliert fühlte. Trotz seiner Erfolge litt er unter den Herausforderungen des schnellen Aufstiegs zum Ruhm, was er in einem Podcast-Interview offenlegte: „Ich war besorgt, wie tief mein Tiefpunkt sein würde. Niemand hätte es gesehen, ich konnte es gut verstecken.“
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