Per SMS und WhatsApp wird versucht, Landsleute auszunehmen. Tausende Nachrichten werden pro Tag geschickt und immer wieder gibt es noch immer gibt es Menschen, die um ihr Geld gebracht werden. Aber was soll man tun, wenn man so eine Nachricht erhält?
„Hallo Mama, das ist meine Nummer. Mein Handy ist kaputtgegangen, würdest du mir auf WhatsApp schreiben auf dieser Nummer“ – Diese Nachricht erhalten derzeit sehr viele Menschen im ganzen Land. So auch ein „Krone“-Leser, der daraufhin sofort den Polizeinotruf 133 wählte. Dort allerdings erklärte man dem Linzer, er möge doch zu einer Polizeiinspektion gehen und eine Anzeige machen. „Das ist doch mehr als ineffizient im Sinne der raschen Aufklärung“, meint er nun.
Nicht den Notruf rufen
Die „Krone“ hat beim Betrugsexperten des LKA, Gerald Sakoparnig, nachgefragt. „Das macht Sinn. Denn Notfall ist das keiner. Der Grund ist, dass wir die Nummern ohnedies nicht nachverfolgen können, weil sie im Internet generiert werden“, sagt er. Zudem würde es pro Tag Hunderte, wenn nicht sogar Tausende solcher Nachrichten geben. Wenn dann alle beim Notruf anrufen, würde das die Kapazitäten der Polizei sprengen.
Am besten ist es, diese Nachrichten zu ignorieren und es im Bekannten- und Verwandtenkreis zum Thema zu machen, damit niemand darauf reagiert.
Gerald Sakoparnig, Leiter der Abteilung Betrug LKA Oberösterreich
Aber selbst eine Anzeige hält er für wenig sinnvoll. „Da würden sich vor den Dienststellen lange Schlangen bilden“, vermutet er. Sein Tipp: „Am besten ist es, diese Nachrichten zu ignorieren und es im Bekannten- und Verwandtenkreis zum Thema machen, damit niemand darauf reagiert.“
Hochsaison vor Weihnachten
Aktuell haben die Betrüger wieder Hochsaison. Dabei setzen die Gauner vor Weihnachten auf Nachrichten von vermeintlichen Lieferdiensten, die angeblich keine Adresse haben. Auch hier gilt: ignorieren und löschen. Denn auch wenn die Betrüger nur kleine Summen ergaunern, es muss nicht sein.
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