Die südmährischen Architekturjuwele Schloss Valtice und Schloss Lednice samt ihren Staffagebauten drumherum sind einzigartiger Rahmen für ein hochkarätiges Musikfestival.
Man glaubt fast, man hat sich nach Schönbrunn verirrt – so mächtig steht plötzlich die „Reistenkolonnade“ vor einem. Als wären sie die kleine Schwester der Gloriette. Die Fürsten Liechtenstein haben sich diese und viele weitere solcher Staffagebauten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in ihre Landschaft gestellt.
Rund um das barocke Schloss in Valtice (Feldsberg) und das im Tudorstil erbaute Schloss Lednice (Eisgrub). Dieses einzigartige Kulturareal, nur wenige Kilometer von Poysdorf entfernt, gehört heute dem tschechischen Staat und ist UNESCO-Weltkulturerbe.
Dem Wiener Architekten Joseph Kornhäusel, der auch den Wiener Stadttempel baute, verdankt das Areal nicht nur die Kolonnade, sondern auch ein Teichschlösschen sowie den bezaubernden Dianatempel.
In ihm konnte man gerade einem wunderbaren Konzert lauschen: Jana Semerádová betörte mit tollen Mitstreitern auf ihrer Barockflöte mit Musik von Bach, Friedrich dem Großen, Georg Anton Benda oder Carl Friedrich Abel.
Denn zum neunten Mal geben die Staffagebauten und Schlösser eine prächtige, einzigartige Kulisse für ein herbstliches Musikfestival (noch bis 12. Oktober, www.lvhf.cz) ab.
Zum Auftakt spielte der Weltklasse-Geiger Maxim Vengerov die ersten drei Mozart-Violinkonzerte in der Hofreitschule von Valtice. Und wenn Vengerov danach erzählte, dass er dank der Wiener Philharmoniker und Riccardo Muti den richtigen Zugang zu Mozart gefunden hat, lässt Musik wieder einmal aufs Schönste alle Grenzen verschwinden.
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