Mit dem Murkraftwerk in Gratkorn wurde am Freitag eines der größten Wasserkraft-Projekte der vergangenen Jahre abgeschlossen. Alleine an der Mur könnten bald drei neue und zwei renovierte Kraftwerke dazukommen.
Leoben, Dionysen, Pernegg, Laufnitzdorf, Rabenstein, Peggau, Friesach, Weinzödl, Gratkorn, Graz, Gössendorf, Kalsdorf, Mellach, Lebring, Gralla, Gabersdorf, Obervogau, Spielfeld: Die Liste der Kraftwerke an der Mur ist lang. Oft genug sorgten sie für Proteste von Naturschützern, die sich um Vögel und Fische, Flora und Fauna entlang des steirischen Flusses sorgten, Initiativen wie „Rettet die Mur“ wurden gegründet.
Grüne Energieproduktion auf Kosten der Umwelt? Bei jedem neuen Projekt entlädt sich diese Spannung. Doch während Naturschützer schon lange dafür plädieren, dass die Mur am Limit sei, werden immer neue Kraftwerkspläne bekannt.

Auch an der Oberen Enns und in Pusterwald neue Kraftwerke
Auch an anderen steirischen Flüssen wir die Wasserkraft weiter ausgebaut: Die Wien Energie hat etwa in Pusterwald am Pusterwaldbach ein zwei Megawatt starkes Kleinwasserkraftwerk zur Versorgung von 2800 Haushalten gebaut, das ebenso am Freitag eröffnet wurde.
An der Oberen Enns sorgten im Frühjahr publik gewordene Pläne für mindestens drei Kraftwerke für helle Aufregung. Exakte Standorte habe man noch nicht, „Standortanalysen laufen“, sagt Energie-Steiermark-Sprecher Urs Harnik. Sowohl Touristiker als auch Naturschützer laufen schon jetzt gegen die Pläne Sturm. Die FPÖ forderte eine Volksbefragung.
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