Vor einem Jahr plakatierte der jetzige Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) im Vorwahlkampf, dass es mit ihm 1000 neue Mietwohnungen in den nächsten fünf Jahren geben werde. Selten passiert es, dass Politiker nach ihrer Wahl optimistischer werden. Bei Auinger ist das der Fall. „Das Potenzial liegt bei 3000 bis 5000 neuen geförderten Wohnungen in den nächsten fünf, sechs Jahren“, sagte er nach einer Klausur des rot-dunkelrot-grünen Teils der Stadtregierung mit den gemeinnützigen Bauträgern. Nachsatz: „Das überrascht mich.“
Schiester: „Vieles ist in Schubladen gelandet“
Im Vorfeld der Klausur hatte die Stadtregierung die Wohnbauträger aufgefordert, Ideen einzubringen, wo sie Potenzial für Neubauten und Nachverdichtungen im Bestand sehen. Das habe mehr zu Tage gefördert als gedacht, so Auinger. Auch bereits eingereichte Projekte werden wohl wieder aktiviert. „Ich muss mich wundern, was da alles in den Schubladen verschwunden ist in den letzten Jahren“, teilt Planungsstadträtin Anna Schiester (Grüne) einen Seitenhieb auf die ÖVP aus.
Stadt-Vize Kay-Michael Dankl wartet gespannt auf das neue Wohnbauförderungsmodell des Landes: „Eine Schlüsselfrage wird sein, was das Land damit alles finanzieren kann.“ Stephan Gröger, Chef des Gemeinnützigen-Verbandes, beurteilt den Termin positiv. „Wenn sich die drei Parteien wirklich einig sind, kann es mit vielen Projekten schnell gehen“, sagt er. Ein großer Schub in fünf, sechs Jahren sei da realistisch.
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