Ein Griff brach aus: 20 bis 25 Meter tief stürzte ein Alpinist bei einer Klettertour am Traunstein in die Tiefe. Seine Begleiterin konnte ihn sichern, er wurde dennoch schwer verletzt. Der Engländer wurde vom Notarzthubschrauber Martin 3 mit dem Tau geborgen und ins Spital geflogen.
Ein 51-jähriger, englischer Staatsangehöriger unternahm am Donnerstag mit einer 52-Jährigen aus Deutschland eine Klettertour am Traunstein. Da sie zum ersten Mal gemeinsam klettern wollten, planten sie die Kletterroute „Gmundnerweg“ und den darauffolgenden „Südwestgrat“ am Traunstein. Beide waren geeignet ausgerüstet und der Kletterschwierigkeit ausreichend gewachsen.
Bei der vorletzten Seillänge geschah es
Die Kletterer stiegen gegen 14 Uhr in die Tour ein und kamen gut voran. Um 17.40 Uhr kletterte der 51-Jährige in der 6. und somit vorletzten Seillänge der Klettertour „SW-Grat“ voraus. Er wurde durch die 52-Jährige mittels 60 Meter Einfachseil und Körpersicherung gesichert. Die letzte Zwischensicherung befand sich etwa 15 Meter nach dem Standplatz. Als er etwa zehn Meter oberhalb der letzten Zwischensicherung kletterte, brach ihm unerwartet ein Griff aus und er stürzte nach hinten und kam mehrmals am Felsen auf.
Frau hielt Sicherungsgerät fest
Die 52-Jährige beobachtete den Sturz und hielt das Bremsseil vom Sicherungsgerät fest nach unten. Durch die große Sturzhöhe von 20 bis 25 Meter begann das Seil im Sicherungsgerät durchzulaufen, wodurch sich die Frau eine leichte Verletzung an der rechten Hand zwischen Daumen und Zeigefinger zuzog. Der Sturz konnte jedoch von ihr gehalten werden.
Starke Schmerzen
Der Mann kam etwa auf gleicher Höhe von ihr im Bereich eines Baumes zu liegen und klagte über starke Schmerzen am gesamten Körper. Die Frau alarmierte die Bergrettung Gmunden, welche in weiterer Folge den NAH Martin 3 und die Alpinpolizei alarmierte. Die Kletterer konnten vom NAH Martin 3 rasch lokalisiert und mittels Tau gerettet werden. Der 51-Jährige wurde aufgrund der schweren Verletzungen umgehend ins Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck verbracht.
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