Israel wusste Bescheid
Präventivschlag verhinderte weiteres Massaker
Mittlerweile ist klar: Die großflächige Attacke der libanesischen Hisbollah-Miliz auf Israel hätte viel blutiger ausfallen können. Noch bevor die Terroristen zuschlagen konnte, reagierte Israel. Warum gelang das nicht am 7. Oktober?
Noch ehe die libanesische Terrormiliz Hisbollah den großen Vergeltungsangriff in der Nacht zu Sonntag durchführen konnte, stiegen 100 israelische Kampfjets hoch und zerstörten über tausend Raketenabschussrampen im Libanon. Geheimdienstinformationen hätten Aufschluss darüber gegeben, was die Miliz vorhatte.
Und obwohl die Hisbollah 300 Raketen und Drohnen Richtung Israel abfeuerte, fiel der Angriff vergleichsweise glimpflich aus. Die meisten Raketen konnte der „Iron Dome“ abfangen. Die Frage, die man sich nun stellt: Wieso konnte der Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober nicht verhindert werden?
Israel lernte aus Fehlern der Vergangenheit
Wie die „New York Times“ enthüllte, wussten bereits ein Jahr vor dem 7. Oktober 2023 sowohl der israelische Geheimdienst als auch offenbar die Regierung von dem Anschlagsplan der Hamas. Das etwa 40 Seiten umfassende Dokument, dem die israelischen Behörden den Codenamen „Mauer von Jericho“ gaben, beschrieb Punkt für Punkt genau die Art der verheerenden Invasion, die zum Tod von etwa 1200 Israelis geführt hatte.
In dem Dokument wurde zwar kein Datum für den Angriff genannt, es wurde jedoch ein systematischer Angriff beschrieben. Die Hamas befolgte den Plan mit erschreckender Präzision. Das Dokument kursierte weithin unter israelischen Militär- und Geheimdienstmitarbeitern, doch Experten kamen offiziellen Angaben nach zu dem Schluss, dass ein Angriff dieses Ausmaßes die Fähigkeiten der Hamas übersteigen würde.
Ein schwerer Fehler, wie man heute weiß.







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