Mit einer „leeren Bank“ düst Bundesligist Austria Klagenfurt am heutigen Samstag zum Auswärtsspiel nach Tirol. Diese könnte aber bald voller werden. Denn nach dem holprigen Start mit einem Punkt steht man – laut exklusiver „Krone“-Infos – mit einem Mittelfeld-Talent von Werder Bremen (hat ein Länderspiel für Togo gemacht) vor dem Abschluss.
Die sogenannten Bonusspiele hat Austria Klagenfurt hinter sich. Das 1:4 gegen WAC war ein Umfaller, das 1:1 gegen Rapid (ab Minute 47 zu zehnt) eine defensiv starke Leistung, beim 0:2 gegen Sturm verlor man als besseres Team unglücklich.
Und so gilt’s heute umso mehr, wenn mit der WSG Tirol ein Team auf Augenhöhe wartet. „Ein Gegner – wie auch kommenden Sonntag Blau-Weiß Linz – in unserer Kragenweite. Wenn wir so auftreten wie gegen Sturm, belohnen wir uns!“, glaubt Sportchef Günther Gorenzel an den ersten Sieg.
„Eine in die Goschn“
Freilich sollte diesmal auch der VAR „mitspielen“. Zuletzt gab die Bundesliga ja sogar drei Fehlentscheidungen gegen die Klagenfurter im Match gegen Sturm zu. „Das war ja noch einmal eine in die Goschn. Es ist zwar schön, aber von der Einsicht haben wir leider absolut gar nichts“, ärgert sich Peter Pacult zurecht.
Beide Assistenten gesperrt
Und der Cheftrainer muss heute fast alleine auf der Bank sitzen! Denn seine Assistenten Martin Lassnig und Sandro Zakany wurden wegen Kritik ja für ein Spiel gesperrt. Somit mutiert Tormanntrainer Marc Lamberger zum „Mädchen für alles“. Zuerst wärmt er die Goalies auf, dann die Mannschaft, danach kümmert sich der Deutsche um die Video-Analyse während der Partie. Alles Agenden, die sonst Zakany und Lassnig über haben – Letzterer düst heute stattdessen nach Favoriten, wo er Siegendorf „ausspioniert“, wenn es gegen den FavAC geht. Denn am Dienstag warten die Burgenländer in der 2. Cup-Runde.
Elferschütze bleibt offen
Apropos Agenden: Wie steht es – nachdem Cvetko zuletzt gegen Sturm ja vom Punkt verschossen hat – um die Elferschützen? „Das sollen sich die Spieler selbst ausmachen, sie sind alt genug – bis ich halt einmal eingreife“, sagt Pacult. Gkezos jedenfalls hat im violetten Dress bisher noch keinen verschossen – drei aus drei!
Während Soto (der bei den Amateuren spielte) und May (gesundheitlich angeschlagen) gestern nicht im Bus nach Tirol saßen, könnte nächste Woche laut „Krone“-Infos ein Neuer in Klagenfurt ankommen: nämlich Dikeni Salifou!
Transferziel kennt Muharemovic
Der 21-jährige Mittelfeldmann gehört Werder Bremen, spielte vergangene Saison auf Leihbasis bei Juventus II in der Serie C (mit dem Kärntner Tarik Muharemovic!). Die Austria befindet sich in finalen Gesprächen, um den wuchtigen, 1,91 Meter großen und flexibel einsetzbaren Nationalspieler (kann auch als Verteidiger aushelfen!) von Togo auszuleihen. Eine Partie über 90 Minuten hat er für die afrikanische Nationalelf gemacht. Zudem durfte Salifou die Vorbereitung bei Werder mitmachen, war im Camp im Zillertal, stand da gegen Lecce, Sheffield und Coventry in der Startelf. Im Februar 2023 wurde Salifou gegen Stuttgart sogar für eine Minute in der Bundesliga eingewechselt. Gorenzel nannte keinen Namen, sagte: „Wir sind auf der Zielgeraden, es geht ums Finanzielle.“
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