Kein Komet aus Eis

Asteroid soll „Dinosaurier-Killer“ gewesen sein

Wissen
16.08.2024 08:18
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein steiniger Asteroid schlug vor 66 Millionen Jahren im heutigen Mexiko ein und brachte die Dinosaurier zum Aussterben, fand der österreichische Impaktforscher Christian Köberl mit Kollegen heraus. Es war demnach kein eisreicher Komet, wie bisher auch gemutmaßt wurde. 

Dies konnten die Wissenschafter anhand des „geochemischen Fingerabdrucks“ vom Einschlagkörper im Krater nachweisen. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „Science“ erschienen.

Ein Team um Mario Fischer-Gödde vom Institut für Geologie und Mineralogie der Universität Köln (Deutschland) untersuchte die Hinterlassenschaften des Einschlagkörpers im Krater von Chicxulub in Mexiko.

Anhand der Varianten (Isotopen) des Elements Ruthenium zeige sich „ganz klar, dass der Impaktkörper dort ein kohlenstoffhaltiger Asteroid war“, erklären die Forscher. Mit im Team dabei: Christian Köberl, Professor am Department für Lithosphärenforschung der Universität Wien.

„Dinosaurier-Killer“ entstand jenseits von Jupiter
Der Asteroid stamme von „jenseits der Umlaufbahn des Jupiter“, entstand also viel weiter von der Sonne entfernt, als die Erde um diese kreist. Asteroiden sind Gesteins- und Metallbrocken, die sich in regelmäßigen Bahnen so wie Planeten um die Sonne bewegen, aber viel kleiner sind. In aller seltensten Fällen geraten sie auf Abwege und rasen auf die Erde zu, wie besagter Einschlagkörper vor 66 Millionen Jahren.

Absplitterungen des Asteroiden haben sich auf der ganzen Welt verteilt.
Absplitterungen des Asteroiden haben sich auf der ganzen Welt verteilt.(Bild: AFP/Philippe CLAEYS)

Es gibt davon Tausende im Sonnensystem. Kometen bestehen hingegen vor allem aus Staub und Eis. Wenn sie sich der Sonne nähern, verdampft Letzteres und wird als „Schweif“ sichtbar. Ein Meteorstrom wie der aktuelle Perseiden-Schauer besteht wiederum aus Staubkörnchen, die beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen.

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