Der Schmäh ist alt, aber die Mittel sind neu – Betrüger nutzen die Anonymität des Internets, um ihre Opfer ausbluten zu lassen. Die Vorarlberger Polizei warnt eindringlich vor der kriminellen Masche.
Ob Heiratsschwindel oder Love Scam: Die Einsamkeit oder Sehnsucht mancher Menschen wurde immer schon von Kriminellen schamlos ausgenutzt, um an Geld heranzukommen. Das Vorarlberger Landeskriminalamt warnte am Mittwoch in diesem Zusammenhang vor betrügerischen Machenschaften im Internet – auch in Vorarlberg schaffen es die Betrüger immer wieder, sich zielgenau an ihre Opfer heranzumachen und diesen im Laufe der Zeit Tausende, wenn nicht sogar Zehntausende Euros abzuknöpfen.
Die Vorgehensweise ist banal und effektiv zugleich: Auf diversen Social-Media-Plattformen werden die Opfer von Unbekannten erst einmal angeschrieben. Meist sind die angeblichen Absender solcher Nachrichten sehr attraktiv, sie antworten rasch, schreiben oft täglich und wirken insgesamt fürsorglich. Sie geben sich offen, erzählen über eigene Schicksalsschläge (Verluste, Trennungen, Todesfälle) genauso wie über berufliche Erfolge und tolle Reisen.
Emotionaler Druck wird erzeugt
Zudem drängen sie fast immer auf ein persönliches Kennenlernen, sprechen von großen Gefühlen, sogar von Liebe. Nach dem Vertrauensaufbau kommen dann die Bitten um finanzielle Hilfe, um Gutscheine oder Waren. Oft wird emotionaler Druck erzeugt – und natürlich versprechen die Betrüger, alles wieder zurückzuzahlen.
Auf keinen Fall überweisen
Das passiert jedoch nie, auch die persönlichen Treffen werden regelmäßig verhindert. Die Polizei rät dazu, skeptisch zu sein, wenn man von Fremden angeschrieben wird, niemals persönliche Daten (Konto, Adresse) bekanntzugeben, keine freizügigen Bilder zu verschicken – und auf keinen Fall Geld zu überweisen.
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