Paris war für Ricarda Funk keine Reise wert. Auch im Kajak-Cross blieb die deutsche Olympia-Hoffnung ohne Medaille. Zu allem Überfluss krachte ihr auch noch das Boot einer Konkurrentin ins Gesicht. Nach dem Bewerb gab’s bittere Tränen.
Bei einem Aufwärtstor wurde Ricarda Funk von ihrer spanischen Kontrahentin Maialen Chourraut mit dem Kajak im Gesicht erwischt. Als Laufdritte schied die Deutsche bereits im Viertelfinale aus und musste somit ihre Medaillenhoffnungen begraben.
„Ich merke, dass ich was ins Gesicht bekommen habe, aber es ist nicht so, dass ich brutale Schmerzen habe. Das ist Kajak-Cross. Man muss sich darauf einstellen, dass so etwas passieren kann“, unterstellte Funk ihrer Gegnerin keine Absicht. Dann flossen beim ZDF-Interview die Tränen. „Ich habe mein Paddel weder links noch rechts ins Wasser bekommen. Wir waren alle auf einem Haufen. Das hat sich bis zum ersten Aufwärtstor auch so gezogen. Ich wurde richtig attackiert und habe auch selbst versucht zu attackieren. Ich habe es nicht geschafft, dran vorbeizuziehen und das waren meine Olympischen Spiele.“
„Brutale“ Woche
Die ganze Woche sei „brutal“ gewesen, schildert Funk. Dann blickte sie auf die 15.000 Zuschauer am Wildwasserkanal: „Und irgendwie … schaut euch das doch mal an. Wie geil ist das?! Und leider gehe ich mit einem sehr enttäuschenden Ergebnis nach Hause.“ Im Einer-Kajak war sie nach einer 50-Sekunden-Strafe nur Elfte geworden.
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