Ein 17-jähriger verzaubert Frankreichs Sportfans. Und behielt vor den Augen der „Krone“ im größten Spiel seiner Karriere die Nerven, nahm im Match um olympisches Tischtennis-Bronze auch Rache für seinen älteren Bruder...
Um 13.27 Uhr wurde es bedrohlich laut in der Arena Paris Sud, da tanzten die tausenden Fans schon vor dem ersten Ballwechsel auf der Tribüne, skandierte immer wieder „Felix, Felix, Felix!“ Felix Lebrun hat die Herzen der Franzosen erobert, war mit seinen erst 17 Jahren in das Bronze-Match gestürmt. Um dort sportliche Rache am Brasilianer Hugo Calderano zu nehmen, der im Achtelfinale den älteren der Lebrun-Brüder, Alexis, ausgeschalten hatte.
Dass beide Brüder in der Weltspitze spielen, kommt nicht von ungefähr: Vater Stéphane war Nummer 7 der französischen Rangliste, Onkel Christophe Legout einst die Nr. 14 der Welt.
Und tatsächlich verhindert der Youngster das erste Olympia-Edelmetall für einen Spieler, der nicht aus Asien oder Europa kommt, gewann letztlich klar in vier Sätzen mit 11:6, 12:10, 11:7 und 11:6. Speziell im zweiten Satz zeigte der Youngster dabei keine Nerven, drehte einen 9:10-Rückstand. Um 14.02 Uhr war die Partie beendet, die Halle endgültig ein Tollhaus. Und Familie Lebrun hatte ihre erfolgreiche sportliche Revanche.
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